Sportförderung
Unterstützung ausgebaut: Die Schweiz lässt sich den Sport mehr kosten

Sowohl Athletinnen und Athleten als auch Trainerinnen und Trainer verdienen in der Schweiz deutlich mehr als vor zehn Jahren. Das Bundesamt für Sport zieht eine positive Bilanz der Sportförderung.

Peter Walthard
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Verstärkt in den Fokus der Politik gerückt: Aktive (hier das olympische Herren-Ruderteam) erhalten mehr finanzielle Unterstützung.

Verstärkt in den Fokus der Politik gerückt: Aktive (hier das olympische Herren-Ruderteam) erhalten mehr finanzielle Unterstützung.

Keystone

Der Ausbau der Sportförderung habe sich positiv auf Perspektiven und Arbeitsbedingungen im Schweizer Spitzen- und Leistungssport ausgewirkt. Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Studie des Bundesamts für Sport (Baspo). Für diese war die Entwicklung des Schweizer Leistungssportsystems von 2011 bis 2019 analysiert worden.

In diesem Zeitraum sei der Sport mit einer Vielzahl an politischen Massnahmen unterstützt worden, heisst es in einer Baspo-Mitteilung zur Studie: «Mit substanziellen Änderungen in der Sportförderung haben Swiss Olympic und der Bund in den letzten zehn Jahren die Rahmenbedingungen verbessert». So seien die Beträge, die von der öffentlichen Hand in das Sportsystem fliessen, seit 2010 markant gestiegen. Dies sei insbesondere auf die Erhöhung der zweckgebundenen Zuwendungen der Landeslotterien zurückzuführen. Ausserdem hätten Bund, Swiss Olympic und die Sporthilfe ihre Aufwendungen erhöht. Letztere habe ihre Beiträge zwischen 2010 und 2018 gar verdreifacht.

Über 1000 Sportlerinnen und Sportler befragt

Dies habe sich auf die Athletenlöhne merkbar ausgewirkt, kommt die Studie zum Schluss. So habe sich das Medianeinkommen der Vollzeitsportler von 2010 bis 2018 verdoppelt. Bei den Professionellen betrugen die jährlichen Einkünfte aus dem Sport 2018 bei jeder zweiten Person mehr als 46'000 Franken. Auch sei die Attraktivität des Trainerberufs gesteigert worden, dies dank der Subventionierung von Trainerlöhnen und Anpassungen der Ausbildungsstrukturen.

Für die Zukunft empfiehlt der Bericht unter anderem, die strategische Steuerung des Schweizer Sportsystems und die sportartenübergreifende Strukturförderung zu verbessern, das Leistungssportsystem mit führenden Organisationen zu vernetzen und den Leistungssport als Kulturgut in der Schweiz zu stärken. Für die Studie waren 1151 Athletinnen und Athleten, 542 Trainerinnen und Trainer sowie 102 Chefs befragt und 87 Expertenmeinungen eingeholt worden.

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