Coronaticker
Rund 15'000 Personen getestet, 150 waren positiv: Flächtentests in Südbünden

Der schweizweit erste Flächentest in den Bündner Südtälern hat eine Positivitätsrate von 1 Prozent ergeben. Insgesamt hatten sich über 15'000 Personen testen lassen.

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(wap) Das Ergebnis entspreche den Erwartungen, schreibt die Kommunikationsstelle Coronavirus des Kantons Graubünden. Auf den Kanton hochgerechnet bedeute dies, dass es etwa 2000 asymptomatische Infizierte gebe.

Noch in dieser Woche will der Kanton in einigen Regionen mit Nachtestungen beginnen. Für Graubünden sei es zentral, die negative Dynamik der Fallzahlen zu brechen, heisst es in der Mitteilung mit Blick auf «Restaurants, kulturellen Einrichtungen und Freizeitstätten.»

Der Kanton Graubünden ist von der Epidemie stark betroffen. Im Monat November hatten sich die Todesfälle im Kanton verdoppelt. Derzeit werden 853 aktive Coronafälle gezählt. Dennoch lassen sich aus Angst vor Quarantäne nicht alle Erkrankten testen.

«Wer nicht zum Test geht, weil er Isolation oder Quarantäne vermeiden will, setzt seine Angehörigen, Mitarbeitenden und Nächsten dem Risiko einer ernsthaften Erkrankung oder gar dem Tod aus», schreibt die Kommunikationsstelle Coronavirus. Wer sich in Isolation oder Quarantäne befinde, habe Anspruch auf Erwerbsersatz, im Falle einer Isolation über die Taggeldversicherung des Betriebs, im Falle einer Quarantäne über die Erwerbsersatzordnung.