«Patrouille des Glaciers»
Viola Amherd nach Krisentreffen: «Die Vorbereitungen laufen auf Vollgas»

Die Zukunft des grossen Skitourenrennen «Patrouille des Glaciers» war nach internen Querelen ungewiss. Doch nun rettet die Walliser Bundesrätin den Sportanlass in ihrem Heimatkanton.

Nina Fargahi
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Das alpine Renne «Patrouille des Glaciers» 2018.

Das alpine Renne «Patrouille des Glaciers» 2018.

Keystone

Aufatmen im Wallis. Die grosse Sportveranstaltung «Patrouille des Glaciers» (PdG) findet nächstes Jahr statt. Das hat Bundesrätin Viola Amherd am Montag vor den Medien in ihrer Heimat bekanntgegeben. «Die Vorbereitungen laufen Vollgas», sagte die Verteidigungsministerin.

Das alpine Rennen hatte auf der Kippe gestanden, nachdem es wegen der Pandemie letztes Jahr ausgefallen war und ein privater Verein namens ASPdG in die Bresche springen wollte. Dieser Verein war unlängst in die Kritik geraten , weil er die Grossveranstaltung mit undurchsichtigen Geldern übernehmen wollte. Doch soweit ist es nicht gekommen. Der Sportanlass wird bis 2028 vom Bund und dem Kanton Wallis durchgeführt.

Stiftung soll Aufgaben von privatem Verein übernehmen

Amherd entmachtet mit diesem Entscheid den privaten Verein. An dessen Stelle soll eine Stiftung gegründet werden, welche die Hauptaufgaben des Vereins ASPdG übernehmen wird. Letztere wird den Grossteil ihres Vermögens sowie die Marke und andere Immaterialgüterrechte an diese neue Stiftung übertragen. Diese Stiftung wird für die Koordination der Werbung und des Marketings des Rennens verantwortlich sein. Der Stiftungsrat wird voraussichtlich vom Walliser Staatsrat ernannt werden, heisst es.

Vor allem bei Alpinisten und Militärs geniesst die «Patrouille des Glaciers» einen hohen Stellenwert. Sie gilt als härtestes Skitourenrennen der Welt und geht auf die Grenzbesetzung im Zweiten Weltkrieg zurück. Das Rennen fand 1943 zum ersten Mal statt und wiederholt sich alle zwei Jahre. Mit dem Skitourenrennen sollte die Ausdauer der Soldaten getestet werden. Die Strecke führt von Zermatt über 53 Kilometer und 8000 Höhenmeter nach Verbier.

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