Obst
Die Äpfel trotzen dem miesem Wetter – bei den Birnen gibt es Verluste

Frost, Sturm, Hagel: Das setzt auch dem Schweizer Obst zu. Allerdings nicht allen Sorten gleich. Und auch regional gibt es grosse Unterschiede.

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Bei den Äpfel rechnet der Obstverband mit praktisch identischer Ernte wie im Vorjahr.

Bei den Äpfel rechnet der Obstverband mit praktisch identischer Ernte wie im Vorjahr.

Bild: PD/Obstverband

Der Frühling war frostig und der Sommer nass. Das drückt nicht nur aufs Gemüt, sondern auch auf die Obsternte. Wie der Schweizer Obstverband am Freitag mitteilt, rechnen die Produzenten mit grösseren Einbussen bei den Birnen. Gemäss der aktuellen Ernteschätzung wird mit einem Ertrag von 18'600 Tonnen gerechnet. Das entspricht knapp 80 Prozent der Vorjahresernte.

Immerhin bewahrheitet sich das Sprichwort, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kann. «Schweizer Äpfel trotzen mieser Witterung», lobt der Obstverband die wettertauglichkeit der eidgenössischen Äpfel. Allerdings sind auch hier nicht alle Sorten gleich beständig. Während bei Gala, Golden Delicious und Braeburn mit höheren Erträgen gerechnet werden könne, gibt es bei Boskoop, Idared, Milwa und Elstar sowie Gravensteiner «eine deutlich geringere Ernte». Insgesamt geht der Verband in seiner Schätzung von rund 120'000 Tonnen Äpfel aus. Das entspricht praktisch der Apfelmenge von 2020.

Grosses Plus im Wallis, Minus in der Ostschweiz

Selbst in unserem kleinräumigen Land gibt es bezüglich der Erntemenge grosse regionale Unterschiede. Während in der Ostschweiz, der mengenmässig wichtigsten Obstregion, mit rund 8 Prozent weniger Tafeläpfeln gerechnet wird, können die Walliser über einen satten Zuwachs von 38 Prozent rechnen. «Was den Obstkanton wenigstens etwas für die katastrophale Aprikosenernte entschädigen dürfte», heisst es in der Mitteilung. Ein «äusserst schlechtes Kernobstjahr» prognostiziert der Obstverband der Zentralschweiz und Bern.

Und die Stimmung in diesen Regionen könnte sogar noch zusätzlich verhagelt sein: «Die Befragung wurde vor den jüngsten Unwettern durchgeführt und stützt sich auf die hängende Ernte. Die vermarktbare Menge kann durch Früchte mit Frostringen und Schorfbefall geringer sein», heisst es in der Mitteilung. (mg)

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