Netzsicherheit
Ohne Rahmenabkommen: Zusammenarbeit im Strombereich wird komplizierter und teurer

Kein Rahmenabkommen mit der EU, kein Stromabkommen. Obwohl der Schweiz der Strom auch so nicht ausgehen wird, dürfte die Zusammenarbeit in dem Bereich aufwendiger werden.

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Die Netzsicherheit der Schweiz soll mit bilateralen Abkommen gesichert werden. (Symbolbild)

Die Netzsicherheit der Schweiz soll mit bilateralen Abkommen gesichert werden. (Symbolbild)

Keystone

Ohne das Stromabkommen werde es für die Schweiz schwieriger, die Netzsicherheit aufrechtzuerhalten. Dies sagte Renato Tami, Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom, am Donnerstag gegenüber Radio SRF. Für die nationale Netzgesellschaft Swissgrid, die für die Netzsicherheit zuständig ist, bedeute dies zusätzliche Kosten. «Das heisst aber nicht, dass die Lichter ausgehen werden», so Tami.

Dennoch sollen bilaterale Abkommen die Risiken von Stromknappheit reduzieren. «Auf der technischen Seite sind wir und Swissgrid daran, mit den umliegenden europäischen Netzbetreibern Abkommen auf technischer Ebene abzuschliessen, um die technische Netzsicherheit mit einer guten Kooperation zu gewährleisten», so Tami gegenüber SRF. Weit fortgeschritten sind die Verhandlungen gemäss dem Bericht mit Frankreich, Italien und Slowenien, etwas weniger weit mit den nördlichen Staaten. Gelinge es, diese Verhandlungen erfolgreich zu Ende zu führen, wäre laut Tami im Bezug auf die Netzsicherheit viel erreicht. (agl)

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