Melchsee Frutt
Abgestürzter Tiger: Bergung wegen Nebel abgebrochen

Am Samstag begann die Armee mit der Bergung der Wrackteile der abgestürzten F-5 Tiger auf der Melchsee Frutt. Nebel verhinderte jedoch den Einsatz eines Grosshelikopters für die schwersten Teile.

Peter Walthard
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Erste Maschinenteile trafen am Samstagvormittag auf der Stöckalp ein. Am Montag wird weiter geräumt.

Erste Maschinenteile trafen am Samstagvormittag auf der Stöckalp ein. Am Montag wird weiter geräumt.

Keystone

Das Wetter machte der Armee am Samstag einen Strich durch die Rettung. Kurz bevor ein eigens aufgebotener spezialisierter Schwerlasttransporthelikopter der Firma Heliswiss den Rumpf heben konnte, zog der Nebel zu. Zwar seien die Flughelfer bereits vor Ort und der Rumpf bereit zum Transport gewesen, aus Sicherheitsgründen habe man den Flug nun aber auf Montag verschoben, sagt Armeesprecher Daniel Reist. Die Bergungsarbeiten sind wegen der teilweise grossen Lawinengefahr im Gebiet heikel: Weil diese mit der Erwärmung im Tagesverlauf zunimmt, müssen alle Arbeiten jeweils vor 14 Uhr beendet sein.

Drei grosse Wrackteile konnte die Armee am Samstagmorgen bereits mit eigenem Material bergen. Sie wurden mit einem Superpuma auf die Stöckalp zuhinterst im Melchtal geflogen und werden von dort nach Buochs transportiert. Vor der Verschrottung werden sie untersucht. Dies werde von der Militärjustiz organisiert, so Reist. Für die Umwelt stelle das Wrack keine Gefahr mehr dar. Das Kerosin, das die abgestürzte Maschine an Bord hatte, sei bereits abgepumpt worden.

Der Kampfjet vom Typ Northrop F-5 Tiger war am Donnerstag bei einem Trainingsflug über dem Gebiet Melchsee Frutt abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Die Untersuchung des Unfalls wird mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Die Absturzstelle auf der Melchsee-Frutt.
21 Bilder
Die Absturzstelle auf der Melchsee-Frutt.
Der Pilot löste den Schleudersitz aus.
Die Absturzstelle auf der Melchsee-Frutt.
Die Absturzstelle auf der Melchsee-Frutt
Die Absturzstelle befindet sich nur wenige hundert Meter entfernt bei der Bergstation.
Die Polizei hat die Bergstrasse vom Melchtal nach Melchsee Frutt vorübergehend gesperrt.
Nach dem Absturz eines Tiger-F5-Kampfjet auf der Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden sperrt die Polizei die Strasse.
Angehörige der Militärpolizei zusammen mit Polizisten der Kantonspolizei Obwalden bei der Talstation der Sportbahnen Melchsee-Frutt in der Stöckalp oberhalb von Kerns.
Die Schweizer Armee fliegt Bergungsmaterial vom Melchtal zum Absturzgelände auf Melchsee-Frutt.
Zum Einsatz kommt ein Super-Puma der Armee.
Der Super Puma fliegt Bergungsmaterial vom Melchtal zum Absturzgelände.
Die Schweizer Armee fliegt am Samstag nach dem Absturz Trümmerteile des Tiger Kampfjets von der Melchsee Frutt auf die Stöckalp im Melchtal im Kanton Obwalden.
Die Teile wurden nach Buochs geflogen.
Die Armee im Einsatz in Obwalden.
Ein Superpuma der Schweizer Armee war im Einsatz.

Die Absturzstelle auf der Melchsee-Frutt.

Bild: Militärpolizei

Die Bergungsarbeiten im Video.

Video: Keystone/SDA

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