Medikamente
60 Millionen Franken gespart: Bund senkt Preise von 300 Arzneimitteln

Das Bundesamt für Gesundheit hat dieses Jahr die Preise von knapp 300 Medikamenten gesenkt. Damit können mindestens 60 Millionen Franken gespart werden.

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Rund 300 Medikamente werden per Ende Jahr günstiger. (Symbolbild)

Rund 300 Medikamente werden per Ende Jahr günstiger. (Symbolbild)

Keystone

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft seit 2017 jährlich bei einem Drittel der Arzneimittel der Spezialitätenliste die Preise. Darauf sind all jene Medikamente, die von der Grundversicherung bezahlt werden. Im vergangenen Jahr startete das BAG den zweiten Überprüfungszyklus, der bislang zu Einsparungen von 100 Millionen Franken führte. In diesem Jahr ging es um Medikamente, die eingesetzt werden, um Krankheiten der Haut, des Nervensystems und des Blutes zu behandeln.

Dabei senkte das BAG die Preise von weiteren knapp 300 Arzneimitteln um durchschnittlich 10 Prozent, wie es am Freitag mitteilte. Damit würden zusätzliche Einsparungen von mindestens 60 Millionen Franken erwartet. Insgesamt verfügte der Bund bei 53 Prozent der Originalpräparate und bei rund 40 Prozent von Generika, Co-Marketing-Arzneimittel und Biosimilars Preissenkungen. Diese werden per 1. Dezember umgesetzt.

Bei einzelnen Medikamenten ist noch offen, ob sie günstiger werden. Der Grund: Die Zulassungsinhaberinnen haben Beschwerden angekündigt. Nicht gesenkt werden müssen die Preise auch dann, wenn sie im Vergleich zu den Referenzländern und zu anderen Arzneimitteln weiterhin wirtschaftlich sind. (abi)

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