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Bevölkerung verbringt täglich 232 Minuten mit TV und Radio

Eine erwachsene Person hat im ersten Halbjahr 2021 im Schnitt täglich 232 Minuten Radio gehört und TV geschaut. Die Zahlen gingen gegenüber dem Coronajahr leicht zurück.

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Die Schweizer Bevölkerung schaute im ersten Halbjahr durchschnittlich 144 Minuten Fernsehen.

Die Schweizer Bevölkerung schaute im ersten Halbjahr durchschnittlich 144 Minuten Fernsehen.

Keystone

Als im Frühjahr 2020 die Coronapandemie ausbrach, gewann das Fernsehen nicht nur mehr Zuschauer, diese schauten auch länger in den Bildschirm. Dieses Niveau konnte im ersten Halbjahr 2021 nicht ganz gehalten werden. Im Vergleich zum ersten Semester des Vorjahres sank die TV-Reichweite um einen Prozentpunkt auf 67 Prozent und die tägliche Sehdauer um eine auf 144 Minuten. Das teilte die Stiftung Mediapulse am Dienstag mit.

Beim Radio setzte sich der Trend aus dem Vorjahr fort: Die Reichweite sank im Vergleich zum Vorjahressemester ebenfalls um einen Prozentpunkt auf 77 Prozent. Gleichzeitig konnte der Zuwachs der Nutzungsdauer nicht stabilisiert werden, wie es weiter heisst. Diese sank von 92 auf 88 Minuten. Insgesamt nutzte die erwachsene Schweizer Bevölkerung damit im Schnitt täglich 232 Minuten des TV- und Radioangebots.

Italienische Schweiz schaut und hört mehr TV und Radio

Dabei gibt es regionale Unterschiede: Während in der Deutschschweiz 66 Prozent und in der Westschweiz 67 Prozent täglich das Fernsehgerät einschalteten, waren es in der italienischen Schweiz 74 Prozent. Sie schauten mit 185 Minuten auch länger als der Landesschnitt (144 Minuten).

Das gilt auch für das Medium Radio. In der italienischen Schweiz hörten täglich 81 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Radio, in der Deutschschweiz waren es 78 und in der Suisse Romande 74 Prozent. Bezüglich der täglichen Nutzungsdauer hat dafür die Deutschschweiz mit 93 Minuten die Nase vorn, gefolgt von der Svizzera Italiana (86 Minuten) und Suisse Romande (73 Minuten), wie es weiter heisst.

Starkes Halbjahr für TV-Bereich von CH Media

Insgesamt erreichten die nationalen und regionalen TV-Sender von CH Media in den vergangenen sechs Monaten zusammen täglich über eine Million Personen. Das teilte das  Unternehmen am Dienstag mit. Die regionalen TV-Sender konnten ihren Erfolg vor allem bei den 15- bis 49-Jährigen ausbauen. Im nationalen TV-Bereich brachen Eigenproduktionen wie «Sing Meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert» oder «Die Bachelorette» Senderrekorde. Bei der Übertragung des «Uefa Champions League Finale» erreichte 3+ in der werberelevanten Zielgruppe einen Live-Marktanteil von 21,9 Prozent – ein neuer Live-Bestwert für die Übertragung eines Sport-Events seit Senderbestehen.

Ebenfalls untersuchte die Stiftung die Reichweite und das Nutzungsvolumen von internationalen Video- und Streaming-Angeboten innerhalb der TV-Haushalte. Hier zeigte sich, dass die TV-Nutzung in den Schweizer Haushalten nach wie vor durch die Angebote der TV-Sender dominiert wird. Gemäss Mediapulse konnten lediglich YouTube und Netflix auf eine stabile tägliche Nutzerschaft bauen.

Knapp 820'000 «Tagesschau»-Zuschauer pro Tag

Das Schweizer Fernsehen SRF zieht denn auch eine positive Bilanz über die ersten sechs Monate im Jahr 2021. Die drei Fernsehsender SRF1, SRF Zwei und SRF Info hätten einen Marktanteil von 33,9 Prozent erreicht, teilte SRF mit. Die «Tagesschau»-Hauptausgabe wurde von durchschnittlich 819'000 Zuschauern gesehen. 22 Mal knackte sie die Millionenmarke.

Der Marktanteil im Radio lag bei 54,1 Prozent. Gemäss SRF hörten im ersten Halbjahr zwischen 6 und 9 Uhr durchschnittlich 61 Prozent aller Radiohörerinnen und -hörer in der Deutschschweiz einen der SRF-Radiosender. Auch für das Web-Angebot vermeldet das SRF ein grosses Interesse: Das Online-Angebot von SRF News verzeichnete täglich über eine Million Visits. (abi)

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