Mächtiger Verband
Für den Solothurner kommt ein Frauenfelder: Anders Stokholm folgt auf Kurt Fluri als Präsident des Städteverbands

Von Solothurn nach Frauenfeld: Das Präsidium des Städteverbands bleibt in FDP-Hand. Anders Stokholm soll die Nachfolge von Kurt Fluri antreten.

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Der Frauenfelder Stadtpräsident Anders Stokholm kandidierte 2019 auch für den Nationalrat. Nun übernimmt der Freisinnige den Städteverband.

Der Frauenfelder Stadtpräsident Anders Stokholm kandidierte 2019 auch für den Nationalrat. Nun übernimmt der Freisinnige den Städteverband.

Keystone

Nun ist klar, wer in die Fussstapfen von Kurt Fluri als Präsident des Schweizerischen Städteverbands treten soll: Anders Stokholm. Der 56-Jährige ist wie Fluri ein FDPler und Stadtpräsident von Frauenfeld. Stokholm hat Theologie studiert und auch als Pfarrer und Journalist gearbeitet. Der Vorstand hat ihn zuhanden der Generalversammlung nominiert. Diese findet am 25. August in Basel statt.

Kurt Fluri war 28 Jahre lang Stadtpräsident von Solothurn.

Kurt Fluri war 28 Jahre lang Stadtpräsident von Solothurn.

Alessandro Della Valle / KEYSTONE

Der Wechsel an der Spitze wurde nötig, da Kurt Fluri sein Amt als Stadtpräsident von Solothurn vergangenes Jahr abgab. Dies nach 28 Amtsjahren. Fluri galt als amtsältester Stadtpräsident der Schweiz. Nach seinem Rücktritt verlor die FDP das Präsidium an die SP. Seit 2013 präsidierte Fluri auch den Vorstand des Städteverbands. Er habe dies mit «viel Umsicht, Engagement und Kompetenz» getan, würdigt ihn der Verband nun gleich selbst.

Der Städteverband wurde 1897 gegründet und zählt heute 128 Mitglieder-Städte. Er versteht sich selbst als Interessenvertreter der «Anliegen der Städte, Agglomerationen und städtischen Gemeinden» und sei «die Stimme der urbanen Schweiz». Sowohl der amtierende wie auch der künftige Verbandspräsident sind dabei Vertreter aus Städten mit eher tiefen Einwohnerzahlen. Die Mitglied in einer Exekutive ist Pflicht. (mg)