Korruption
Bruno-Manser-Fonds fordert Rückgabe von Korruptionsgeldern an Malaysia

Wegen eines Korruptionsskandals in Malaysia sind in der Schweiz Gelder in Millionenhöhe eingefroren worden. Sie sollen nun in die malayische Staatskasse fliessen, fordert der Bruno-Manser-Fonds.

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Im Korruptionsskandal um den ehemaligen malayischen Premier Najib Razak (m. ) gelangten Millionen in die Schweiz.

Im Korruptionsskandal um den ehemaligen malayischen Premier Najib Razak (m. ) gelangten Millionen in die Schweiz.

Keystone

In Malaysia wurde der ehemalige Premier Najib Razak wegen Korruption im Zusammenhang mit dem Staatsfonds 1MDB zu zwölf Jahren Haft und umgerechnet 45 Millionen Franken Busse verurteilt. Nach Bekanntwerden des Urteils des malayischen Apellationshofs fordert der Bruno-Manser-Fonds nun, dass die Schweizer Behörden aktiv werden. Im Zuge des Korruptionsskandals hatten diese hierzulande Gelder in Millionenhöhe eingefroren. Allein die Finanzmarktaufsicht Finma habe bei der mittlerweile aufgelösten Bank BSI 70 Millionen Franken eingezogen, schreibt der Bruno-Manser-Fonds am Mittwoch in einer Mitteilung.

Dieses Geld soll nun an den malaysischen Staat zurückbezahlt werden. Die USA, Taiwan, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine solche Restitution bereits veranlasst: Insgesamt seien aus diesen Ländern umgerechnet 4,5 Milliarden Franken nach Malaysia zurückgeflossen. «Die Schweiz hat bisher keine Gelder restituiert», kritisiert der Bruno-Manser-Fonds. Nachdem das Urteil gegen Razak nun feststehe, müsse der Bundesrat dies veranlassen. (wap)