Hundezonen
«Rostiger Paragraph» 2021 geht in die Stadt Zürich

Der Zürcher Stadtrat hat den diesjährigen «Rostige Paragraphen» der IG Freiheit bekommen. Grund dafür ist die flächendeckende Einführung von Hundezonen.

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Für die Hundezonen erhält die Stadt Zürich den «Rostigen Paragraphen». (Symbolbild)

Für die Hundezonen erhält die Stadt Zürich den «Rostigen Paragraphen». (Symbolbild)

Keystone

Die Stadt Zürich kommt in den Genuss einer fragwürdigen Ehre: Sie erhält von der IG Freiheit den «Rostigen Paragraphen» für die flächendeckende Einführung von Hundezonen, wie die IG Freiheit am Mittwochabend mitteilte. Die IG Freiheit zeichnet mit dem Preis bereits zum 15. Mal das unnötigste und überflüssigste Gesetz des Jahres aus. Als verantwortliche Stadträtin soll Karin Rykart die Trophäe bekommen.

Die Vorlage, die beim Online-Voting am meisten Stimmen erhielt, umfasst «stolze 72 Seiten, auf denen detailliert geregelt wird, auf welchem Areal sich Hunde aufhalten dürfen.» Entsprechend gross war die Kritik am Zonenplan. Aufgrund der über 400 Einsprachen, deren Behandlung seit Monaten laufe, sei die Stadtregierung zurückgekrebst – vor allem bei den Seeanlagen oder den Wegen am Limmatufer. Dort würden nun teilweise Hundefreilaufzonen eingerichtet.

Auf dem zweiten Platz folgt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Der Grund: Die Auslegung einer Bestimmung der Tierschutzverordnung, die ein Wasserangebot bei der Haltung von Gänsen und Enten erfordert. Den dritten Rang im Online-Voting belegt Regierungsrat Lukas Engelberger, der ein Singverbot für Schnitzelbänke erwog, wie es weiter heisst. (abi)

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