FDP-Präsidium im Bundeshaus
Westschweizer Freisinnige können sich nicht auf einen Kandidaten einigen

Wer soll die Nachfolge von Beat Walti an der Spitze der FDP-Fraktion antreten? Die Westschweizer Freisinnigen erheben zwar Anspruch auf das Präsidium. Sie können sich aber auf keine Kandidatur einigen.

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Unter Westschweizer FDP-Parlamentariern erhielt Damien Cottier (NE, r.) neun Stimmen und Olivier Feller (VD) deren sieben.

Unter Westschweizer FDP-Parlamentariern erhielt Damien Cottier (NE, r.) neun Stimmen und Olivier Feller (VD) deren sieben.

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Olivier Feller oder Damien Cottier? Die Westschweizer Freisinnigen können sich nicht darauf einigen, wen sie ins Rennen um das Präsidium der FDP-Fraktion im Bundeshaus schicken wollen. Wie die FDP auf Twitter schreibt, erhielten der Neuenburger Cottier in einer Sitzung der welschen Parlamentarier vom Dienstagabend neun Stimmen und der Waadtländer Feller sieben.

Angesichts «zweier hervorragender Bewerbungen» habe die Latin-Gruppe dann aber beschlossen, der Fraktion im Bundeshaus eine offene Wahl einer welschen Kandidatur vorzuschlagen. Denn zwei Stimmen Differenz seien zu wenig. Feller ist aktuell bereits Vizepräsident des Zürchers Beat Walti. Bis am 8. Februar können Kandidaturen eingereicht werden.

Fiala fordert eine Frau

Am Mittwoch fordert die ehemalige FDP-Frauenpräsidentin Doris Fiala jedoch eine Frauenkandidatur. «Ich finde die Kandidaten aus der Romandie durchaus valabel», sagt die Zürcher Nationalrätin zu «La Liberté». Olivier Feller sei zwar «eine sehr engagierte und erfahrene Person». Wenn er zusätzlich «eine starke Frau als Vizepräsidentin» um sich scharen würde, hätte er laut Fiala «gute Chancen». Eine Kandidatur zumindest nicht ausschliessen will die St.Galler Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher, das sagte sie kürzlich der «NZZ».

Der Zürcher Nationalrat Beat Walti hat im Dezember angekündigt, nach viereinhalb Jahren als Fraktionspräsident der FDP zurückzutreten. Er wolle sich künftig wieder mehr auf die Rats- und Kommissionsarbeit und auf seine beruflichen Tätigkeiten konzentrieren, schrieb die Partei zum Rücktritt. Die Fraktion bestimmt die Nachfolge am 18. Februar. (sat)