Erneuerbare Energien
Umfrage zeigt: Mehrheit unterstützt Energiewende und will dafür auch was springen lassen

Die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien stösst in der Schweiz auf breite Unterstützung, wie eine neue Umfrage zeigt. Die Befragten nehmen dafür auch Mehrkosten in Kauf.

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Der Ausbau von erneuerbaren Energien darf gemäss der Mehrheit der Befragten auch was kosten. (Symbolbild)

Der Ausbau von erneuerbaren Energien darf gemäss der Mehrheit der Befragten auch was kosten. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Über tausend Personen hat das Forschungsinstitut Gfs-Zürich im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) zur Energiewende befragt. Das Resultat fällt eindeutig aus: 96 Prozent der Befragten befürworten das Ziel, den Strombedarf in Zukunft mit erneuerbaren Energien zu decken. Eine deutliche Mehrheit ist ausserdem der Meinung, dass die erneuerbaren Energien im Inland und der Strom unter Berücksichtigung des Naturschutzes produziert werden sollen, wie die SES in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

Weiter hat die SES die Befürworter der Energiewende zum Zeithorizont der erneuerbaren Stromversorgung befragt. Diese gaben im Mittel an, dass die Stromversorgung bis in 18 Jahren erneuerbar sein soll, was einem Zeithorizont bis 2038 entspricht.

SES: Umfrage ist ein Signal an Politik

Die Mehrheit der Befragten (78 Prozent) zeigt sich auch bereit, mehr zu bezahlen, um den Ausbau von einheimischer und erneuerbarer Energien voranzutreiben. Dabei sei diese Bereitschaft durch alle sozialen Schichten vorhanden, heisst es. Insgesamt seien die Befragten im Mittel bereit, jährlich 95 Franken zusätzlich zu zahlen.

Die Umfrageergebnisse stützen nach Ansicht der Schweizerischen Energie-Stiftung ihre Forderungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. «Die Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung die Energiewende rasch will und auch bereit ist, dafür zu investieren», lässt sich Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien bei der SES, zitieren. «Dieses Signal sollten die Politikerinnen und Politiker ernst nehmen.»

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