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Zürcher Regierungsrat will laschere Spielregeln für Grossveranstaltungen

Geht es nach dem Zürcher Regierungsrat, dann sollen bereits im August wieder richtig grosse Veranstaltungen möglich sein. Er wehrt sich zudem gegen eine Bewilligungspflicht.

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Für die Streetparade wird es auch mit den Zürcher Vorschlägen eher eng in diesem Jahr.

Für die Streetparade wird es auch mit den Zürcher Vorschlägen eher eng in diesem Jahr.

Keystone

Bei den Grossveranstaltungen geht es dem Kanton Zürich zu langsam. In seiner Stellungnahme zum bundesrätlichen Vorschlag für solche Veranstaltungen, lässt der Zürcher Regierungsrat kaum ein gutes Haar. «Ein solches administrativ aufwendiges Bewilligungsverfahren und derart weitgehende Vorgaben sind weder verhältnismässig noch notwendig, um die Weiterverbreitung des Coronavirus zu verhindern», schreibt der Regierungsrat.

Er stört sich unter anderem an der Sektortrennung der Zuschauer, ebenso seien die Vorgaben für die Schutzkonzepte zu streng. Der Regierungsrat sieht auch nicht ein, warum der Kanton jedes einzelne der Schutzkonzepte im Detail prüfen müsse und dann entscheiden, ob ein Anlass bewilligt werde oder nicht. «Statt einer Bewilligungspflicht mit hohen behördlichen Auflagen soll vielmehr auf den konsequenten Vollzug, insbesondere bezüglich Eintrittsbeschränkungen und einer allfälligen Maskentragpflicht, geachtet werden», wie es in der Stellungnahme heisst. So sollen Veranstalter zwar ein Schutzkonzept erstellen müssen, dieses soll aber nicht einer behördlichen Prüfung unterliegen.

Ab dem 1. August wieder mit 5000 Personen

«Mit einer Beschränkung des Teilnehmerkreises auf geimpfte, getestete oder genesene Personen, sowie einer Maskentragpflicht kann sichergestellt werden, dass es anlässlich von Grossveranstaltungen zu keinen Übertragungen des Coronavirus kommt», ist sich der Regierungsrat sicher. Ebenfalls kämen die Öffnungsschritte «vor dem Hintergrund der voranschreitenden Impfkampagne die Öffnungsschritte zudem spät und sie verhindern die Durchführung vieler Grossveranstaltungen». Spätestens ab dem 1. August sollen Anlässe mit maximal 5000 Personen möglich sein.

Geht es nach den Plänen des Bundes sollen ab Ende Mai Veranstaltungen für bis zu 3000 Personen wieder erlaubt sein. Ab 1. September soll diese Obergrenze auf 10'000 Personen angehoben werden. Diesen Vorschlag hat er bei den Kantonen in die Vernehmlassung geschickt. Den weiteren Fahrplan beschliesst der Bund wohl am kommenden Mittwoch. (mg)

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