Coronavirus
Impfquote erhöhen: Jetzt ist die Bevölkerung am Zug

Bund und Kantone haben am Donnerstag über den aktuellen Stand der Impfkampagne informiert. Der Teppich sei ausgerollt, nun brauche es die Bevölkerung.

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Bundesrat Alain Berset und GDK-Direktor Lukas Engelberger sicherten sich gegenseitig Unterstützung zu.

Bundesrat Alain Berset und GDK-Direktor Lukas Engelberger sicherten sich gegenseitig Unterstützung zu.

Keystone

Vom 8. bis zum 14. November dreht sich in der Schweiz alles ums Impfen. Am Donnerstag hat sich Bundesrat Alain Berset mit Vertretern der Kantone getroffen und dabei auch über die nationale Impfwoche gesprochen. Die Unterstützung der Kantone sei da, sagte Berset im Anschluss vor den Medien und betonte: «Wir können die Pandemie nur gemeinsam beenden.»

Je schneller man die Immunisierung erhöhe, desto rascher könne man sicherstellen, dass die Spitäler nicht überlastet werden. «Bund und Kantone haben schon fast alles gemacht, was möglich ist», sagte Berset. Nun brauche es den Impfwillen der noch ungeimpften Bevölkerung. «Die Impfung ist ein sehr gutes Mittel, um die Pandemie zu bremsen und den Ausstieg zu finden.»

Kantone verstärken Impfbemühungen

Lukas Engelberger, der oberste Gesundheitsdirektor, schloss sich an. Noch seien viele Menschen ungeimpft und das Land damit noch nicht aus der Risikozone raus. «Wenn zu viele Ungeimpfte zu rasch erkranken, kann das zu einer schweren Belastung im Gesundheitswesen führen.» Die Situation in den Spitälern entspanne sich momentan nur «zäh».

Der GDK-Präsident rief das Motto «Gemeinsam aus der Pandemie» in Erinnerung und betonte, man habe noch ein paar Wochen Zeit, bevor der Winter beginne. «Wir sind entschlossen und zuversichtlich, dass wir eine gute Impfquote erreichen.» Die Kantone seien dankbar für die Unterstützung des Bundes, sagte Engelberger und betonte, sie würden die Impfung vorantreiben. Er höre, dass es einen «deutlichen Schub» bei den Impfbemühungen geben werde.

Auch rief Engelberger dazu auf, die Impfung nicht zu «verpolitisieren». Es sei keine Meinungsfrage, ob sie wirke oder sicher sei. Die Antwort darauf sei wissenschaftlich belegbar. «Wenn wir ein Spaltungsrisiko in der Bevölkerung haben, dann durch das Virus und nicht wegen der Impfung.» (abi)

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