Coronakrise
AHV-Ausgleichsfonds kommt trotz Finanzturbulenzen gut durch die Krise

Mit einer Nettorendite von 5,22 Prozent hat der AHV/IV/EO-Ausgleichsfonds Compenswiss das Jahr 2020 mit einem erfreulichen Resultat abgeschlossen.

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Vor zwei Jahren hatten die Stimmbürger zusätzlichen Mitteln für die AHV zugestimmt. (Archivbild)

Vor zwei Jahren hatten die Stimmbürger zusätzlichen Mitteln für die AHV zugestimmt. (Archivbild)

Keystone

(wap/dpo) Das Vermögen des Ausgleichsfonds belaufe sich insgesamt auf 38,54 Milliarden Franken, meldete die öffentlich-rechtliche Anstalt Compenswiss am Donnerstag. «Im Vergleich zum Vorjahr 2019 sind das 2,1 Milliarden mehr», wie Manuel Leuthold, Präsident des Verwaltungsrates an einer virtuellen Medienkonferenz ausführte. Die Nettorendite von 5,22 Prozent wertet Compenswiss als «erfreuliche Performance». Auf die Ungewissheit auf den Finanzmärkten habe der Fonds mit einer Erhöhung des liquiden Anteils reagiert, so dass er den Verpflichtungen jederzeit habe nachkommen können.

Zum ersten Mal flossen 2020 auch rund zwei Milliarden Franken zusätzliche Mittel in den AHV-Fonds, dies als Folge der Annahme des Bundesgesetzes über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) durch das Stimmvolk 2019. Diese Ressourcen verschafften dem Fonds aber nur eine Atempause von drei bis fünf Jahren, sagte der Präsident des Verwaltungsrates, Manuel Leuthold. «Dann sind wird wieder den ungünstigen demografischen Trends ausgesetzt.» Ohne weitere politische Massnahmen werde sich die Kluft zwischen Ausgaben und Einnahmen als Folge der Alterung der Bevölkerung weiter vergrössern.

Wie stark sich die fortdauernde Coronakrise auf die Einnahmen der Ausgleichsfonds auswirkt, konnten die Verantwortlichen der Compenswiss nicht detailliert prognostizieren. Es sei aber mit grösseren Schwankungen bei den Einnahmen und einem Renditerückgang zu rechnen, so Manuel Leuthold.