Bundesrat
Sollwerte verfehlt: In der Verwaltung des Bundes hat es weiterhin zu wenig Frauen

Mindestens 46 Prozent der Bundesangestellten sollen Frauen sein. Dieses Ziel hat sich der Bundesrat für 2023 gesteckt. Letztes Jahr hat er es einmal mehr verfehlt. Der Frauenanteil liegt erst bei 44,3 Prozent.

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Sonderregeln für die Armee: Weil für Frauen keine Wehrpflicht gilt, darf ihr Anteil im Bereich Verteidigung tiefer sein. (Symbolbild)

Sonderregeln für die Armee: Weil für Frauen keine Wehrpflicht gilt, darf ihr Anteil im Bereich Verteidigung tiefer sein. (Symbolbild)

Keystone

(wap) In der Bundesverwaltung wurden die Sollwerte betreffend Geschlechterverteilung und Anteil Menschen mit Behinderung 2020 einmal mehr nicht erreicht. Dies zeigt das Reporting Personalmanagement, das der Bundesrat am Freitag veröffentlicht hat. Gemäss dem Bericht waren 2020 44,3 der Bundesangestellten Frauen. Der Sollwert sieht jedoch einen Anteil von 46-50 Prozent vor. Ausgenommen davon sind die Bereiche Verteidigung und Grenzwache. Da die Wehrpflicht nur Männer betrifft, gilt dort als Ziel ein Frauenanteil von 16 bis 18 Prozent. Doch auch dieser Wert wurde 2020 nicht erreicht. Im Bereich Verteidigung und Militär waren 13,1 Prozent Frauen, bei der Grenzwache 14,6 Prozent.

Ebenfalls nicht erreicht wurden die Sollwerte beim Anteil von Menschen mit einer Behinderung. Erfüllt wurden dagegen die Sollwerte beim Anteil Lernender, Hochschulpraktikantinnen sowie bei der Sprachenvertretung. Damit bis 2023 auch die anderen Sollwerte erreicht würden, müssten die bestehenden Massnahmen weitergeführt und allenfalls intensiviert werden, heisst es in der bundesrätlichen Mitteilung vom Freitag. Die der Bundesverwaltung Sollwerte waren zuletzt 2020 nach oben angepasst worden.

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