BAG/Ekif/Swissmedic
Bund empfiehlt: Kinder ab 5 Jahren sollen sich impfen lassen

Nach der Zulassung des Impfstoffs von Pfizer/Biontech: Der Bund und die Eidgenössische Impfkommission empfehlen allen Kindern ab 5 Jahren sich impfen zu lassen. Möglich sein soll dies ab Januar.

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Der Bund empfiehlt: Ab Januar können sich in der Schweiz Kinder ab 5 Jahren impfen lassen.

Der Bund empfiehlt: Ab Januar können sich in der Schweiz Kinder ab 5 Jahren impfen lassen.

Keystone

Nachdem das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic den Impfstoff von Pfizer/Biontech für 5- bis 11-Jährige am Freitag genehmigt hat, folgen nun die Eidgenössische Impfkommission (Ekif) und der Bund: Sie empfehlen allen Kindern ab 5 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus. Das teilten die beiden Behörden am Dienstag mit.

«Wir sind froh, dass wir eine wirksame und zugelassene Impfung gegen das Coronavirus nun auch für die Kinder haben», sagte Ekif-Präsident Christoph Berger am Dienstag vor den Medien in Bern. Der Entscheid dazu solle «nach individueller Abwägung der Eltern für ihr Kind» erfolgen. Genesene Kinder müssten jedoch nicht geimpft werden, sagte Berger. Ausser bei Vorerkrankungen. «Kinder haben eine ganz tiefe Krankheitslast», sagte der Ekif-Präsident. Wenn jemand unsicher sei, stehe es jedoch allen Eltern offen, ihre Kinder impfen zu lassen.

Wie Virginie Masserey vom BAG sagte, wird die Kinderimpfung wie die Impfkampagne der Erwachsenen durch die Kantone organisiert werden. Allenfalls sei eine Impfung auch beim Kinderarzt möglich.

Weniger hoch konzentrierte Dosis für Kinder

Da Pfizer die Impfdosen «wie üblich» drei bis vier Wochen nach der Zulassung liefert, sollen diese laut Mitteilung «somit in der Schweiz ab Anfang Januar 2022 zur Verfügung» stehen. Damit wird im neuen Jahr mit den Schulkindern auch jener Teil der Schweizer Bevölkerung geimpft werden, in dem sich das Virus aktuell besonders stark verbreitet.

Die Kinder erhalten im Abstand von drei Wochen zwei Dosen, die je einen Drittel der üblichen Menge beinhalten. Der Impfstoff ist damit für Kinder weniger hoch konzentriert als für Erwachsene. Zudem enthält er andere Puffersalze.

Moderna-Zulassung für Kinder hängig

Gemäss Swissmedic kann der nun zugelassene Impfstoff wie bei Erwachsenen schwere Krankheitsverläufe bei Kindern mit Covid-19 «praktisch vollständig verhindern». Nebenwirkungen sollen zudem tendenziell noch seltener auftreten als bei Jugendlichen und Erwachsenen.

Pfizer/Biontech ist der erste Hersteller, der in der Schweiz die Zulassung für die Impfung von unter 12 Jahren erhalten hat. Noch hängig ist das Gesuch des Herstellers Moderna. Dieser möchte seinen Impfstoff für Kinder allerdings erst ab 6 Jahren zugänglich machen. (mg/abi/sat)

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