Auslandschweizer-Statistik
Corona zum Trotz: Auch 2020 lebten mehr und vor allem ältere Schweizer im Ausland

Tausende Schweizerinnen und Schweizer sind vor einem Jahr zu Beginn der Coronapandemie heimgeholt worden. Dennoch ist die Zahl der Auslandschweizer auch 2020 weiter angestiegen.

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Die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben, ist auch letztes Jahr weiter angestiegen.

Die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben, ist auch letztes Jahr weiter angestiegen.

Emanuel Freudiger

(sat) Ende letzten Jahres lebten 776'300 Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. 21,1 Prozent von ihnen waren minderjährig, was laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Montag in etwa dem Vorjahreswert entspricht. In etwa gleich geblieben ist laut BFS auch die geografische Verteilung: Zwei Drittel der Auslandschweizer lebten Ende 2020 in Europa. Die grösste Auslandschweizerkolonie liegt weiterhin in Frankreich (200'900 Personen), gefolgt von Deutschland (94'600) und Italien (50'200).

Insgesamt hat der Anteil der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer letztes Jahr gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent zugenommen. Im Coronajahr ist der Anstieg damit leicht tiefer ausgefallen als in den Vorjahren. Deutlich stärker ist die Zunahme laut BFS mit 2,8 Prozent bei den Personen ab 65 Jahren. Der Frauenanteil bleibt mit 54 Prozent insgesamt höher als der Männeranteil. Dies trifft ebenfalls auf die Kontinente Europa, Amerika, Afrika und Ozeanien zu. Demgegenüber wurden einzig in Asien mehr Männer (55 Prozent) registriert.

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