Aufruf
Wegen Corona: Engpass bei Blutreserven in verschiedenen Kantonen

In den Kantonen Aargau und Solothurn haben die Blutreserven ein kritisch tiefes Niveau erreicht. Die Stiftung Blutspende SRK Aargau-Solothurn ruft zur Solidarität auf, um die Versorgung der Spitäler sicherzustellen. Auch in Genf werden die Reserven knapp.

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In verschiedenen Kantonen werden die Blutkonserven knapp. Nun soll sich die Bevölkerung solidarisch zeigen. (Symbolbild)

In verschiedenen Kantonen werden die Blutkonserven knapp. Nun soll sich die Bevölkerung solidarisch zeigen. (Symbolbild)

ZVG

Kurz nach dem Start der Sommerferien sind die Blutreserven in den Kantonen Aargau und Solothurn ausserordentlich tief: Rund 40 Prozent Blut oder 300 Spenden fehlten, teilte Blutspende SRK Aargau-Solothurn am Mittwoch mit. Gemäss der Organisation führen vor allem die Lockerungen und die Unsicherheiten bei der Coronaimpfung zu weniger Spenden.

Wer sich in der Schweiz gegen das Coronavirus impfen lässt, müsse nur eine Wartefrist von 48 Stunden bis zur nächsten Blutspende einhalten, heisst es weiter. Wer nach der Impfung gegen das Coronavirus Symptome entwickelt, könne eine Woche nach Abklingen der Symptome wieder Blut spenden.

Blutspende SRK Aargau-Solothurn ruft deshalb zur Solidarität auf, um die Versorgung der Spitäler sicherzustellen. Blut sei nicht lange haltbar und könne auch nicht künstlich hergestellt werden. Nun gelte es den Rückstand aufzuholen. Blutspenden kann jede Person, die bei der ersten Spende zwischen 18 und 60 Jahre alt ist, sich gesund fühlt und mindestens 50 kg wiegt.

Kritische Situation auch in der Westschweiz

Auch im Kanton Genf fehlt es an Blutkonserven, wie es auf der Webseite der Universitätsspitäler (HUG) heisst. Besonders bei den Blutgruppen 0+ und 0- ist Blut knapp. Dort reiche der Bestand noch höchstens für zwei Tage, warnt das HUG. Kritisch ist die Situation auch bei der Blutgruppe A-. Ein Grund für den Engpass ist, dass Blutspendeaktionen in Firmen wegen der Coronakrise abgesagt wurden. Diese machen einen bedeutenden Anteil der Blutkonserven in Genf aus. (cri/rwa)

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