Armutsbekämpfung
Nationalratskommission will Ergänzungsleistungen für Familien

Geringverdienende Familien sollen künftig in den Genuss von Ergänzungsleistungen kommen. Die zuständige Nationalratskommission stellt sich hinter einen entsprechenden Vorstoss.

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In der Schweiz sind 435'000 Kinder von Armut betroffen oder bedroht. (Symbolbild)

In der Schweiz sind 435'000 Kinder von Armut betroffen oder bedroht. (Symbolbild)

Keystone

In den Kantonen Genf, Waadt, Tessin und Solothurn können auch Familien mit wenig Geld bereits heute von Ergänzungsleistungen profitieren. Geht es nach der vorberatenden Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates, soll dies künftig in der ganzen Schweiz der Fall sein. Sie hat einer entsprechende parlamentarische Initiative von Nationalrätin Valérie Piller Carrard (SP/FR) mit 13 zu 10 Stimmen bei zwei Enthaltungen zugestimmt. Dies teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit.

Die Initiative sieht vor, dass der Bund Ergänzungsleistungen für Familien schweizweit vorschreibt. Über die Höhe der Beiträge, die Modalitäten und die Finanzierung sollen die Kantone selbst entscheiden können. Die Kommission sei besorgt über die grosse Anzahl von Kindern, die in der Schweiz von Armut betroffen sind, heisst es in der Mitteilung weiter. Gemäss Zahlen der Hilfsorganisation Caritas sind in der Schweiz 144'000 Kinder von Armut betroffen. Weitere 291'000 Kinder sind von Armut sogar bedroht. (wap)

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