Afghanistan
Bundesrat ist besorgt über Lage und sucht Lösungen für Personal

Noch immer sind mehrere Personen mit Bezug zur Schweiz in Afghanistan in Gefahr. Der Bund arbeitet an einer Lösung, um die rund 230 Personen in Sicherheit zu bringen.

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Aussenminister Ignazio Cassis ist besorgt über die Lage in Afghanistan. (Archivbild)

Aussenminister Ignazio Cassis ist besorgt über die Lage in Afghanistan. (Archivbild)

Keystone

Der Bundesrat hat am Montagnachmittag die Mitglieder der aussenpolitischen Kommission des Ständerats über die Lage und das Personal in Afghanistan informiert. Das sagte Bundesrat Ignazio Cassis im Anschluss vor den Medien. Er zeigte sich äusserst besorgt über die Lage.

«Wir sind noch immer im Krisenmodus und suchen nach Lösungen, um unser Personal und das Lokalpersonal in die Schweiz zu bringen», sagte Cassis. Konkret gehe es um rund 30 Mitarbeitende und deren etwa 200 engste Familienangehörige. Man stehe mit ihnen in Kontakt. Zwar scheine die Situation momentan ruhig zu sein, doch wisse niemand, wie sie sich weiter entwickle. Deshalb verfolge man die Lage ununterbrochen und beurteile sie alle 30 Minuten neu.

Auch sagte er, dass die Schweiz momentan nicht mit den Taliban verhandeln werde. Organisationen wie das IKRK müssten dies aber weiterhin tun, damit die humanitäre Hilfe geleistet werden könne. Zudem werde aktuell bewertet, ob die Schweiz mehr Flüchtlinge aufnehmen könne. Sie verfüge über die entsprechenden Instrumente. (abi)

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