Jahrestag
20 Jahre nach dem Zuger Attentat: Gedenkanlass soll an Opfer erinnern

Zum 20. Jahrestag des Zuger Attentats findet im September ein ökumenischer Gedenkanlass in der Kirche St. Michael statt. Am Mittag läuten im ganzen Kanton die Kirchenglocken in Erinnerung an die Opfer.

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Der Gedenkanlass in der Kirche St. Michael soll auch als Mahnung für künftige Generationen gelten. (Symbolbild)

Der Gedenkanlass in der Kirche St. Michael soll auch als Mahnung für künftige Generationen gelten. (Symbolbild)

Maria Schmid/Neue Zuger Zeitung

Am 27. September jährt sich das Attentat im Zuger Regierungsgebäude von 2001 zum zwanzigsten Mal. Damals ermordete ein 57-Jähriger drei Mitglieder des Regierungsrats und elf Mitglieder des Kantonsrats. 15 weitere Personen wurden teilweise schwer verletzt. Der Amokläufer nahm sich kurz danach das Leben.

In Erinnerung an das Attentat findet am Montagabend, 27. September, ein ökumenischer Gedenkanlass in der Kirche St. Michael in Zug statt. Die beiden Geistlichen Alfredo Sacchi, Domherr des Kantons Zug, sowie Andreas Haas, Pfarrer des Reformierten Pfarramtes Zug-West, werden der Besinnung vorstehen, wie die Staatskanzlei des Kantons am Montag mitteilt.

Bundespräsident Parmelin ebenfalls anwesend

Für die musikalische Umrahmung am Gedenkanlass sorgen die Zuger Sinfonietta und der Chor Audite Nova Zug. Unter der Leitung von Johannes Meister wird unter anderem ein Werk des Zuger Komponisten Carl Rütti uraufgeführt, heisst es weiter. Kantonsratspräsidentin Esther Haas und Landammann Martin Pfister vertreten den Kanton Zug am Anlass. Für die offizielle Schweiz wird Bundespräsident Guy Parmelin erwartet.

Der Gedenkanlass beginnt um 20 Uhr und wird per Livestream im Internet übertragen. Gleichentags läuten am Mittag im ganzen Kanton die Kirchenglocken in Erinnerung an die Opfer und die Zuger Fahne auf dem Regierungsgebäude wird auf Halbmast gesetzt.

Der Regierungsrat lädt in der Mitteilung die Zuger Bevölkerung ein, am 27. September ein Zeichen für die Würdigung der Opfer zu setzen. Das öffentliche Andenken sei dem Regierungsrat wichtig, weil das Attentat auch ein Angriff auf die Werte der Gesellschaft gewesen sei. Nachfolgende Generationen sollen den Gedenkanlass als Mahnung auffassen, dass Gewalt in jeglicher Form nicht toleriert werde, heisst es weiter. (dpo)



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