Leserbrief
Zweifelhafte Auslandsgeschäfte

«Bund pfeift Pilatus zurück», Ausgabe vom 27. Juni

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Gewisse Exponenten unserer sogenannten neutralen Eidgenossenschaft erteilten erst eine Ausfuhrbewilligung für die Stanser Flieger in die Emirate und verbieten nun plötzlich deren Unterhaltsarbeiten. Begründung: das Söldnergesetz.

Bis dato haben die Angesprochenen bei zweifelhaften Auslandsgeschäften stets auf den Erhalt der Arbeitsplätze hingewiesen und ihren Standpunkt somit verteidigt. Den Heuchler- und Wendehalspolitikern sei Folgendes in Erinnerung gerufen: An der Fussball-WM in Katar werden Schweizer Exponenten mit ihrer Entourage, Schweizerfähnchen schwingend und «Hopp Schwiiiz» rufend, darauf hinweisen, was für einen eminent wichtigen Einsatz mit ihrer Präsenz an der WM durch sie zu einer dauerhaften Basis für faire Arbeit geleistet werde. Heuchelei zum Kotzen.

Dabei sind die WM-Stadien «auf Blut gebaut». Es starben Hunderte von Asiaten , Tausende von Arbeitern aus Nordkorea schuften unter Bedingungen der Sklavenhalterei. Ihre Löhne werden fast gänzlich an Staatschef Kim Jong Uns Regime überwiesen.

Notabene: Wird nicht zurzeit ein Evaluationsverfahren für neue Kampfflugzeuge der Schweizer Luftwaffe durchgeführt...?

Rolf Lötscher, Luzern

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