Leserbrief
«Wir müssen die richtungsweisenden Akzente setzen»

Zu den Leserbriefen «Auf stabile Beziehungen zu Europa setzen oder die bewährten Verbindungen kappen?», Ausgabe vom 19. August

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Der Leserbrief von Franz Wüest, Zell, kann so nicht unwidersprochen im Raume stehen. Der Autor behauptet, es gehe am 27. September 2020 um die Kündigungsinitiative der SVP. Die Initiative verlange das Ende der Personenfreizügigkeit. Entweder versteht der Leserbriefschreiber den Text dieser Initiative nicht, oder er bemüht sich um reine Panikmacherei. Von einer unsinnigen und zerstörerischen Initiative zu reden ist tatsachenwidrig.

Um was geht es eigentlich? Es geht nicht mehr und nicht minder um die Begrenzung der masslosen Zuwanderung aus den EU-Ländern.

Einmal mehr werden wir vom Bundesrat und von einigen Protagonisten angelogen. Die Gegner und der Bundesrat wissen genau: Wird die Initiative abgelehnt, dann wird die Arbeitslosigkeit in der Schweiz markant zunehmen. Mit anderen Worten: Ältere Arbeitnehmer ab dem 55. Altersjahr sind in den von Managern gelenkten Konzernen nicht mehr erwünscht. Man beachte die kürzlich erfolgte Kündigungswelle bei Uhren-Bucherer in Luzern und bei der Warenhauskette Manor.

Es passt in den Geist der Zeit, viele Jugendliche sägen am eigenen, zukünftigen Ast und machen sich keine Gedanken zur massenhaften Einwanderung von Arbeitskräften aus der EU, und was dies für Folgen hat. Andererseits werden ältere Schweizerinnen und Schweizer als ewig gestrige, ja sogar störende Elemente dargestellt. Sie sind in der öffentlichen Meinungen noch knapp geduldete Minderheiten.

Nur ein Ja zur massvollen Begrenzungsinitiative verhindert den unglaublichen Betrug am Schweizervolk. Wir Bürgerinnen und Bürger haben es in der Hand, die richtungsweisenden Akzente zu setzen.

Erich Kneubühler, Oberkirch