Leserbrief
Schweizer Konzerne müssen wieder selber Medikamente herstellen

Zur Coronakrise

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Der Bund holt Corona-Wissenschafter an Bord, so steht es in einem Artikel dieser Zeitung vom 30 März. Ich danke Herrn Bundesrat Berset ganz herzlich zu seinem weisen Entscheid, das Angebot namhafter Schweizer Virologen und Epidemiologen jetzt doch noch anzunehmen, ihn und sein Bundesamt und den ganzen Bundesrat fachlich zu beraten. Notmassnahmen zu ergreifen, war schwierig. Ungleich schwieriger dürfte es sein, die Notmassnahmen anzupassen und dann wieder gut dosiert zurückzufahren, je nach Verlauf der Pandemie. Es ist beruhigend und schafft Vertrauen, dass dieser delikate Prozess nun durch Fachpersonen begleitet wird.

Jörg Fritschi, Obernau


Wir bezahlen mit unseren Krankenkassenprämien seit Jahrzehnten die teuersten Medikamente weltweit. Nicht die neu entwickelten Medikamente, sondern die seit Jahrzehnten längst erforschten, etablierten Medikamente die nur noch produziert, verpackt und vertrieben werden müssen. Da hat es immer geheissen, wir sind ein Hochlohnland und da sind die Produktionskosten eben auch hoch. Und darum sind diese teuren Preise gerechtfertigt. Nun heisst es, der Vorrat ist aufgebraucht, weil in China seit Monaten keine Medikamente mehr produziert werden können. Gehört jetzt China zur Schweiz oder hat die Pharmaindustrie uns Prämien- und Steuerzahler über den Tisch gezogen und billig im Ausland produzieren lassen und sich jahrzehntelang an unserer Sozialeinrichtung «Gesundheitswesen» unverschämt bereichert?

Ich finde es unerhört, wenn diese Industrie jetzt noch Bundesgelder will, damit sie die Medikamentenproduktion wieder in der Schweiz zum Laufen bringen kann. Dies wäre seit Jahrzehnten ihre Aufgabe und diese Aufgabe wird seit langem fürstlich mit sehr guten Preisen entschädigt.

Ich erwarte, dass diese Konzerne ihre Aufgabe ohne Zustupf in Angriff nehmen und bald möglichst ihr Versäumnis korrigieren und für die Schweizer Bevölkerung die dringend benötigten Medikamente ohne Aufpreis wieder herstellen.

Hedy Spirig-Jans, Ebikon


Ich gehöre auch der Risikogruppe an und möchte mich den Worten von Frau Els Stross in Luzern gänzlich anschliessen (Ausgabe vom 27. März). Ich empfinde bei meinem täglichen, kurzen Spaziergang dasselbe. Wäre es nicht schön, wenn man auch auf Distanz ein Lächeln übrig hat?

Die meisten von der Ü65- Gruppe vermissen die Betreuung der Enkelkinder sehr und vieles mehr. Viele von uns leben allein und das Bedürfnis die eigenen vier Wände einmal am Tag zu verlassen, ist gross. Wir halten Abstand, möchten aber nicht wie Übeltäter angesehen werden.

Anita Frei, Luzern


Weihwasser und Eucharistie: «Gott wird andere Wege finden, uns seine Gnade zu schenken». Herr Dr. theol. Urs Corradini hat mit seinem Leserbrief voll meine Zustimmung. Ich bin überzeugt, dass wir nicht unbedingt in die Kirche gehen müssen, um uns mit Weihwasser zu benetzen und die Eucharistie zu empfangen. Gott, unser Herr, ist immer mit uns. Wir müssen nur die geistigen Kanäle offen halten, welche diese Verbindung möglich macht. Bleiben Sie alle gesund!

Yvette Estermann, Nationalrätin SVP, Kriens


Ich schliesse mich der Meinung von Frau Kirstein an (Ausgabe vom 31. März). Sie begrüsst es, dass auch andere, kontroverse Meinungen in die öffentliche Diskussion rund um die Re-Aktionen auf die Corona-Pandemie geäussert werden dürfen und sollen. Erst recht, wenn sie, wie im konkreten Fall, ein hoch erfahrener Arzt einbringt.

So wie ich, medizinischer und infektiologischer Laie, den Hausarzt und Homöopath Peter Mattmann verstehe, wäre es aus seinem Sachverständnis heraus zielführender, die sogenannten Risikopatienten, betagte und gesundheitlich Belastete, in einem gesonderten Rahmen unter spezieller sozialer Unterstützung und Hilfestellung vor einer möglichen Ansteckung mit Covid-19 zu schützen.

Die junge (bis 65 Jahre) und die gesunde Nicht-Risiko-Bevölkerung sollte ihr normales Leben und Zusammenleben weiterleben. Dabei würden diese Menschen wahrscheinlich mit dem Coronavirus in Berührung kommen, womöglich davon infiziert werden, womöglich daran erkranken, womöglich Symptome entwickeln, einige davon in einer nicht oder kaum sichtbaren Form. Mit dem Ziel, dass unter dieser Bevölkerungsgruppe eine ausreichende Immunität aufgebaut werden könnte.

Neben der im Moment bedingungslosen Einhaltung der vorgegebenen Massnahmen des BAG – weshalb auf längere Sicht nicht alle fundierten Standpunkte in Sachen Covid-19 durchdenken, gemeinsam diskutieren und auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen?

Claudia Meier-Preuschoff, Oberkirch


Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt. Und Religion ist, wenn man trotzdem stirbt. Leute lasst Euch nicht verrückt machen und haltet die Empfehlungen des Bundesrats ein. Auch diese Krise geht vorbei.

Charly Haas, Horw

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