Leserbrief
Fussballchaoten: Jetzt wollen plötzlich alle das Problem anpacken

«Winiker: ‹Wir können Organisatoren in die Pflicht nehmen›»,
Ausgabe vom 14. März

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Verschiedene Male haben sich Luzerner Politiker in dieser Zeitung zu den Ausschreitungen an den FCL-Matchs geäussert. Die Politik behauptet seit Jahren, dass es schwierig, ja, fast unmöglich sei, den Aktivisten beizukommen. Immer wieder werden Vorschläge von Zauderern als nicht umsetzbar bezeichnet oder schlecht geredet.

Jetzt plötzlich, vor den Wahlen, erklären Regierungsräte wie Fabian Peter und Reto Wyss und die Regierungsratskandidatin Claudia Huser, dass sie das Problem anpacken würden und dieses Traktandum zuoberst auf ihrer Tätigkeitsliste stehen werde. Die Kandidaten meinen natürlich die Zeit nach den Wahlen.

Solche Versprechen für härteres Vorgehen hatte der abtretende SVP-Regierungsrat Paul Winiker schon oft abgegeben. Leider sind keine einschneidenden Verbesserungen von ihm durchgesetzt worden. Die maskierten Vandalen können sich weiterhin austoben und geniessen den von der Allgemeinheit finanzierten Samstagabendevent. Ich bin überzeugt, dass nach den Wahlen im Regierungsgebäude weiter nur warme Luft produziert wird. Welche Partei wir auch wählen, es wird sich nichts ändern, denn jeder Politiker oder Politikerin will ja in vier Jahren wieder gewählt werden.

Hanspeter Renggli, Luzern