Leserdebatte
Kontroverse über Pilatus und die Lieferungen von Flugzeugen nach Saudi-Arabien

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«Pilatus fürchtet um seine Existenz», 
Ausgabe vom 6. Juli

Wo sind eigentlich die klaren Fakten zu den Tätigkeiten der Pilatuswerke in Saudi-Arabien? Das Unternehmen liefert dem Land Trainingsflieger und unterstützt die Armee vor Ort in verschiedenen Belangen. Nach abgeschlossenem Training sitzen dieselben Piloten in einen Kampfjet und bombardieren im Jemen unter anderem Spitäler zur Versorgung der Zivilbevölkerung und wichtige Infrastrukturanlagen wie Häfen. Damit ist Saudi-Arabien im Jemen-Konflikt verantwortlich für die wohl momentan prekärste humanitäre Katastrophe der Welt, welcher leider zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Der Bund tut nun, was er schon längst hätte tun sollen, er verhindert die beschämende direkte Mitschuld der Schweiz und vor allem der Pilatuswerke an dieser Notlage. Kann dies jemand den Stanser Bürgern bewusst machen? Dann würden sie vielleicht nicht länger einem Unternehmer wie Oscar Schwenk ihr Vertrauen schenken. Wobei ich auch daran meine Zweifel habe, denn Arbeitsplätze stehen in der Schweiz bekanntlich an erster Stelle.

Timon Lorenz, Grosswangen


95 Prozent aller Unternehmen in der überregulierten Schweiz sind kleine und mittelständische Betriebe, die von 
risikobereiten Unternehmerinnen und Unternehmern geführt werden. Zwei Drittel aller Beschäftigten arbeiten 
in diesen Betrieben. Drei von vier dieser tüchtigen Frauen und Männer beklagen sich heute über zu viel Arbeit und über negativen Stress. Um «dran zu bleiben» müssen sie immer mehr unnütze Dinge tun, die ihnen die Bürokratie aufhalst und die bloss eines bewirkt: Sie raubt wertvolle Zeit. Darunter leidet die Wirtschaft als Ganzes. Weshalb? Weil weder Bürokratie noch Politik einen nachhaltig messbaren Mehrwert zu Gunsten von Wirtschaft und Allgemeinheit schaffen! Deren Exponenten kommen mir vor wie Freilandhühner, die für Käfighaltung demonstrieren. Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen Freiräume zur Stärkung der Fähigkeiten, damit sie ihre und unsere kollektive Zukunft gestalten können. Eigentlich sollten es längst alle begriffen haben: Ohne starkes Unternehmertum keine starke Wirtschaft. Auf dem Weg in eine prosperierende gesellschaftliche Zukunft sitzen wagemutige, ideenversessene Unternehmer mit ihren motivierten Teams am Steuer. Währenddessen machen sich’s Politiker, Bürokraten und Gewerkschafter im Fond des Wagens bequem, geniessen die subventionierte Fahrt und reden denen konstant drein, die für Mehrwert, Wachstum und Wohlstand sorgen! Das unwürdige Vorgehen des Bundes rund um die Pilatus Flugzeugwerke mit ihrem charismatischen Verwaltungsratspräsidenten Oscar J. Schwenk an der Spitze, der während seiner 40-jährigen Firmenzugehörigkeit viele Hunderte Arbeitsplätze geschaffen hat, legt davon beredtes Zeugnis ab.

Hans Peter Frei, Kriens

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