Leserbrief
Hoffen wir, dass uns keine ganz anders geartete Krise einholen wird

Zur Coronakrise

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Abstand halten, Hände desinfizieren, bei gewissen Arbeiten Masken tragen, Besuchszeiten in Altersheimen und Spitälern einschränken sind sinnvolle Massnahmen. Ist es aber richtig, eine florierende Wirtschaft mit Notstandsmassnahmen zu zerstören? Ist es richtig, die Südgrenzen für Grenzgänger aus Italien nicht zu schliessen? Restaurants, Gewerbebetriebe zu schliessen, aber Zehntausende von Grenzgänger aus dem in Europa am meisten verseuchten Gebiet täglich einreisen zu lassen?

Dies ist wie die Verordnung einer Maskentragpflicht mit durchlöcherten Masken, womit der Virus den Weg ohne Widerstand in die Lunge finden kann. Seit den ersten Coronafällen in Europa überhäufen uns die Medien mit ihren unverhältnismässigen Berichterstattungen. Die im Fünf-Minutentakt von den Medien verbreiteten Horrorszenarien und «Expertenmeinungen» zwingen fast alle demokratischen Regierungen zu totalitären Notstandsmassnahmen in Nachahmung des totalitären gelben Riesen. Dabei gilt gemäss dem Muster bei der Klimadiskussion 2019, wer nicht den Mainstream der Medien nachplappert, wird als ignorant oder naiv verrufen.

Sind es Grossmächte oder Strategen der Globalisierung, welche den Mainstream der Medien für ihren Wirtschaftskrieg manipulieren. Innert weniger Wochen ist die Wirtschaft vieler Länder kaputtgemacht worden. Innert weniger Tage die Börse zu Boden gerissen worden. Seit der gelbe Riese seine Einschränkungen landesintern gelockert hat, tritt er ohne Beachtung der geltenden Handelsbeschränkungen als Retter in der Not für die ganze Welt auf. Es wird interessant zu beobachten, wer an der Börse mit satten Gewinnen auftrumpfen wird und wer die ins Wanken gebrachten Firmen in verschiedenen Ländern aufkaufen wird. Am Boden zerstört bleiben Tausende von Kleinstunternehmer, Selbstständigerwerbende, Arbeitslose. Wer hat diesen Wirtschaftskrieg losgetreten? Wer hat sich die Macht der Medien zu Nutze gemacht? Wer ist am Schluss grösster Gewinner?

Es ist zu hoffen, dass die Notstandsmassnahmen rasch gelockert werden. Dass die verunsicherte Bevölkerung beruhigt wird. Dass Lehren aus dem Umgang mit Panik verbreitenden Medien gezogen werden. Dass die rücksichtslose Globalisierung grundlegend hinterfragt wird. Dass die Eigenversorgung und Eigenproduktion wieder vermehrt zu Lasten der Gewinnmaximierung berücksichtigt wird. Global denken, Lokal handeln! Zurück zur Vernunft.

Marco Korner, Luzern


Die Krise im Zusammenhang mit dem Sars-Cov2-Virus ist noch nicht überstanden. Es gibt zwar Hoffnung, dass wir sie bald ohne eine absolute Katastrophe überwunden haben könnten. Aber schon jetzt wird verschiedentlich versucht, aus der Situation für sich und seine Politik Kapital zu schlagen. Auch Dominik Brun nutzt mit seinem Leserbrief (Ausgabe vom 15.April) die gegenwärtige Situation mit dem Virus, um gegen neue Kampfflugzeuge für die Schweiz frühzeitig ins Feld zu ziehen. Dabei macht er einen Vergleich, der einer nachvollziehbaren Argumentation völlig entbehrt: Was um Himmelswillen hat ein deutsches Bundesland, eine italienische Provinz oder ein französisches Departement mit der Landesverteidigung der Schweiz zu tun?

Dabei gäbe es für einen echten solchen Vergleich ein gutes Beispiel: Holland hat die gleich grosse Fläche wie die Schweiz und die holländische Luftwaffe betreibt 65 Flugzeuge vom Typ F16AM, welche aktuell durch F35A ersetzt werden. «Milliardenschwere Kampfflugzeuge» in einem kleinen Land sind offenbar nicht in jeder Beziehung unverhältnismässig! Dabei ist in der Schweiz die Rede von nur 30 Flugzeugen, wobei die F35A möglicherweise «zu teuer» seien.

Hoffen wir, dass uns in dieser komplexen und vernetzten Welt keine ganz andersgeartete Krise einholen wird. Und dabei sollten wir die Art Krise nicht vergessen, von der die Menschheit seit jeher begleitet wurde. Wie sagten doch die alten Römer schon? «Si vis pacem, para bellum» (Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor). Womit wir für die Bewältigung dieser Krise wieder bei der Landesverteidigung und den Kampfflugzeugen sind.

Rolf Odermatt, Engelberg

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