Leserbrief
«Die Baudirektion treibt mit ihrem Arbeitstempo Bauwillige zur Verzweiflung»

Zum Leserbrief «GLP-Kandidatin bürgt für Kontinuität und Verlässlichkeit», Ausgabe vom 16. Juni

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Seltsam genug, dass sich der ehemalige CVP-Fraktionschef Markus Mächler nicht für die bestens ausgewiesene CVP- Finanzdirektorin Franziska Bitzi einbringt. Sein Flattieren und Charmieren für Baudirektorin Manuela Jost wirkt wie von einem anderen Stern. Realität ist hingegen, dass die Baudirektion unter Manuela Jost ein Arbeitstempo vorlegt, das an Trölerei grenzt und Bauwillige zur Verzweiflung treibt. Von den bis 2018 gemäss B+A 12/2013 zu realisierenden Projekten im gemeinnützigen Wohnungsbau – Industriestrasse; Obere Bernstrasse; Eichwald; Urnerhof – ist nichts zu sehen.

Das Am-Rhyn-Haus steht seit elf Jahren leer und hat in dieser Zeit 700000 Franken reinen Substanzerhalt verschlungen. Eine Gesamtsanierung dieser städtischen Liegenschaft hätte gemäss B+A 5/2017 bis Ende 2019 ausgeführt sein sollen; sie wurde bis heute nicht einmal in Angriff genommen.

Nur jedes fünfte Baugesuch wird in der Stadt Luzern innert gesetzlicher Frist erledigt, eine eigentliche Katastrophe. Markus Mächler braucht Mut, dieses fortgesetzte Versagen als Verlässlichkeit zu preisen. Warum Ethnologin und Yoga-Lehrerin Jost besser als alle übrigen Kandidierenden für die Führung der Baudirektion geeignet sein soll, bleibt Mächlers Geheimnis.

Manuela Jost hat während der letzten vier Jahre nahtlos linke Politik im Stadtrat betrieben und gibt sich neuerdings halbwegs bürgerlich. Echt bürgerliche Kandidaturen finden sich nur auf der Liste der CVP und der Liste «Chance Littau-Reussbühl».

Silvio Bonzanigo, Luzern, Stadtratskandidat «Chance Littau- Reussbühl»

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