Leserbrief
Das Strandbad Lido sorgt für Kopfschütteln

«Teurer Spass für Wasserratten», Ausgabe vom 13. Juni

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Seit Wochen versuchen die Behörden der Bevölkerung, dieses Jahr Ferien in der Schweiz schmackhaft zu machen. Zu Recht, bietet doch die Schweiz für die verschiedensten Aktivitäten ideale Voraussetzungen.

Für Badeliebhaber bietet sich mit dem Lido Luzern das wohl schönste Strandbad der Schweiz an. Wenn da nur nicht die Preispolitik der Betreiber wäre. Die Eintrittspreise sind auf diese Saison hin um 25 bis 50 Prozent erhöht worden. Die höchsten Preise werden während der Schulferien verlangt. Begründung: Die Preise sind der aktuellen Situation angepasst.

Sind damit die paar Abstandsstriche vor dem Eingang gemeint? Die Kabinen sind gleich teuer wie letztes Jahr, obwohl die Saison vier Wochen kürzer ist. Bei diesen Preisen dürfte man als Badegast wenigstens erwarten, dass die Coronavorschriften eingehalten werden wie Bereitstellung von Desinfektionsmittel am Eingang, beim Ausgang und auf den Toiletten sowie häufige Reinigung und Desinfektion der Umkleidekabinen. Doch Fehlanzeige. Andere Badis in Luzern haben ihre Eintrittspreise nicht erhöht und schweizweit gibt es sogar Badis, die über einen freien Eintritt für 2020 nachdenken.

Dazu macht es den Anschein, dass der Pächter des Restaurants den Pokal für das teuerste Restaurant in Luzern gewinnen möchte. Wie sonst lassen sich solche Preise in einem Selbstbedienungslokal rechtfertigen?

Fazit: Das Strandbad Lido sorgt für Kopfschütteln bei Stammgästen und nicht nur Familien werden es sich überlegen, andere Badis zu besuchen. Liebe Lido AG, haben Sie womöglich ein Eigengoal geschossen?

Peter Zgraggen, Luzern

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