Leserbrief
Solar- und Windstorm: Ausweichen ins Hochgebirge

«Autos: Elektromobilität wird sich durchsetzen», Ausgabe vom 22. Juni

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Es trifft zu, dass in der Solarenergie ein enormes Potenzial brachliegt. Es gibt viele Dächer auf Privathäusern, in der Landwirtschaft, im Gewerbe und in der Industrie, die sich für die Installation von Solarzellen eignen würden. Es ist sicher gut, wenn diese Möglichkeiten genutzt und entsprechend gefördert werden. Falls all diese Flächen nicht ausreichen, wäre es aber total verfehlt, auf landwirtschaftlich nutzbaren Flächen Solarpanels aufzustellen.

In diesem Fall gäbe es die Möglichkeit, ins Hochgebirge auszuweichen. In diesen Höhen ist die Sonneneinstrahlung intensiv, und es gibt dort auch selten Nebel. Es müssten Felspartien ausgesucht werden, die lagemässig die höchst mögliche Stromproduktion gewährleisten könnten. Die Realisierung dieser riesigen Fotovoltaik-Anlagen sollte in privater Hand bleiben, jedoch vom Staat gefördert werden.

Als erneuerbare Energiequelle ist auch die Windkraft von grosser Bedeutung. Sollten solche Anlagen jedoch in der Nähe von bewohntem Gebiet erstellt werden, ist das störend. Diese monotonen Kreisbewegungen der Rotorblätter beeinträchtigen das Wohlbefinden der Anwohner.

Im Allgemeinen ist im Mittelland auch nicht permanent genügend Wind vorhanden, um einen lukrativen Betrieb von Windanlagen zu gewährleisten.

Für einen effizienten Betrieb von Windrädern bietet sich ebenfalls das Hochgebirge an. Es gibt dort Standorte, wo fast kontinuierlich ein starker Wind weht. An solchen Stellen müssten riesige Windkraft-Anlagen erstellt werden. Eine Beeinträchtigung von Personen in diese Regionen gäbe es nicht. Da in diesen Höhen niemand wohnt, könnten relativ kleine, im Fels verankerte Masten erstellt und durch Stahlseile gesichert werden. So ein Windpark müsste aus wirtschaftlichen Gründen mehrere hundert Einheiten betragen.

Mit diesen visionären Projekten könnte der Elektro-Mobilität ordentlich Vorschub geleistet werden.

Andreas Burkart, Rain

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