Persönlich
Fussball bei Dezemberwetter

Zur Europameisterschaft gab es Wetter wie im Dezember - das wird an der nächsten Weltmeisterschaft nicht anders sein.

Eva Berger
Eva Berger
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Zuschauer am Public Viewing im Regen.

Zuschauer am Public Viewing im Regen.

Urs Bucher

Es war dann nicht das Virus, das uns diese Fussball-EM vermiest hat. Auch nicht die Franzosen oder die Italiener. Es war das Wetter. Denn wer will schon im Faserpelz, mit Regenschirm und Gummistiefeln, draussen fussballschauen oder im Dauerregen auf der Strasse einen Viertelfinaleinzug feiern? Einige haben es getan, insgesamt aber fiel das Fest ins Wasser; Sommer hin oder her.

Es dauert dieses mal nicht wieder zwei lange Jahre, bis zum nächsten grossen Fussball-Turnier. In genau 500 Tagen schon, am 21. November 2022, beginnt in Al-Chaur, Katar, die Weltmeisterschaft. Welche Länderteams mit dabei sein werden, wird in den nächsten Monaten noch ausgemacht, gesetzt ist der Gastgeber. Der liegt aktuell auf Platz 58 der FIFA-Weltrangliste.

Für Bewegung an der frischen Luft ist es in Katar aber auch meistens zu heiss. Am Donnerstagnachmittag war es in der Hauptstadt Doha 41 Grad warm, es war der kühlste Tag dieser Woche. Deswegen findet die WM am Ende des Jahres statt, denn wenn hier Adventszeit ist, gibt es im Wüstenstaat Temperaturen von 19 bis 25 Grad. Wir aber haben mit der Winter-WM zum zweiten Mal hintereinander ein Turnier für drinnen statt draussen.

Inwiefern man diese WM unterstützen soll, wird wegen Menschenrechtsverletzungen im Gastgeberland längst diskutiert. Dass Fussball sowieso nichts für Dezemberwetter ist, haben wir jetzt, im Juni und Juli, gemerkt. Ich zumindest kann verzichten.

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