Pfötli Blog
Mutzeli, Max und Moritz sagen "bye bye" – aber nicht für immer

Bitte nicht traurig sein: Das ist für eine ganze Weile der letzte Pfötli Blog von Mutzeli, Max und Moritz. Die Zweibeinerin geht nämlich in die Ferien. Mutzeli erzählt – und ist selbst ein wenig traurig.

Dagmar Heuberger
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Die Zweibeinerin verreist. Mutzeli untersucht schon mal den Koffer

Die Zweibeinerin verreist. Mutzeli untersucht schon mal den Koffer

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Dass es aber auch unbedingt jetzt sein muss! Jetzt, da uns andere Katzen und Kater im Pfötli Blog so viel Lustiges und Interessantes (und leider auch eine traurige Geschichte) erzählen, ausgerechnet jetzt also, geht unsere Zweibeinerin in die Ferien. Und zwar nicht nur zwei Wochen, sondern ziemlich lange.

Dabei betrachten wir Höpperli und Hopper und Sidi und Gonzi doch bereits als unsere virtuellen Freunde. Gäbe es ein Facebook nur für Katzen, wir wären bestimmt mit ihnen befreundet. Es ist ja schon merkwürdig, wie nah man sich einander fühlen kann, auch wenn man sich in der Realität gar nicht kennt. Das sagt auch die Zweibeinerin, die ein paar virtuelle Menschen-Freunde hat.

Aber eben: Ende Woche fährt sie weg. Da ist nichts zu machen. Und zwar gleich für drei Wochen. Sie behauptet, sie brauche das, müsse sich einmal richtig erholen. Als ob man sich von uns Dreien erholen müsste!

Teppich-Skifahren

Zugegeben, manchmal sind wir ein wenig anstrengend. Zum Beispiel, wenn wir unsere verrückten zehn Minuten haben. Dann rasen wir im Karacho durch die ganze Wohnung: Moritz hinter Max her und ich hinter den beiden. Wir nennen das Teppich-Skifahren, weil wir dabei mit den Teppichen über das Parkett rutschen. Das ist sehr lustig. Aber die Zweibeinerin murrt. Denn sie muss sich nachher bücken, um die Teppiche wieder an den richtigen Ort zur rücken. Und eine halbe Stunde später haben wir garantiert nochmals eine Raser-Attacke. Dann jammert die Zweibeinerin: Jetzt habe ich die Teppiche doch eben erst zurecht gerückt! Nur: Das ist doch nichts im Vergleich zu der Liebe, Wärme und Nähe, die wir ihr jeden Tag schenken!

Vermutlich meint sie sowieso nicht Erholung von uns, sondern von ihrem Job. Jedenfalls freut sie sich schon seit Wochen auf diese Ferien. Mit der Zweibeinerin und dem Zweibeiner von nebenan redet sie über fast nichts anderes mehr. Wie das Wetter sein werde, welche Kleider und Schuhe man einpacken müsse und ob das wohl alles ins Auto passe. Denn die beiden Zweibeiner von nebenan gehen auch mit.

Auch Moritz interessiert sich für den Koffer.

Auch Moritz interessiert sich für den Koffer.

AZ

Die Adoptivmutter

Aber keine Angst, wir bleiben natürlich nicht drei Wochen allein. Wir müssen während dieser Zeit auch nicht in ein Tierheim oder eine Katzenpension. Sondern wir bekommen eine ganz private Betreuerin. Wir nennen sie unsere Adoptivmutter. Sie wohnt ganz in der Nähe und hat Katzen genau so gern wie unsere Zweibeinerin. Und sie hat selber ganz viele Katzen. Wir riechen das, wenn sie bei uns ist.

Selbstverständlich organisiert die Zweibeinerin unsere Betreuung akribisch. Sie kauft massenhaft Nass- und Trockenfutter und Leckerlis ein. Ausserdem tonnenweise Streu für unsere Kistli. Und dann schreibt sie eine lange Liste, die sie auf dem Esstisch deponiert. Sie hat sie uns mal vorgelesen. „Mutzeli, Max, Moritz – Checkliste“ steht da als Titel. Nachher folgt Punkt um Punkt, wann wir was zu fressen kriegen, wie oft das Wasser in den Trinknäpfen gewechselt werden muss und bei welchem Wetter die Balkontüre offenstehen darf. Als ob die Adoptivmutter das nicht alles auch wüsste! Weiter gibt es eine lange Liste unserer Lieblingsverstecke. Na ja, wir werden bestimmt noch ein paar Orte finden, die dort nicht drauf stehen...

Diese Woche kommt unser Adoptivmami auch noch zu uns zu Besuch. Sie denkt nämlich, wir würden sie vom letzten Mal her nicht mehr kennen und sollten uns deshalb schon mal an sie gewöhnen. Das ist natürlich Unsinn. Aber wir freuen uns jetzt schon auf diesen Besuch. Sie spielt dann immer ganz lange mit uns und kann gar nicht aufhören, uns zu streicheln.

Macht euch also keine Sorgen. Es wir uns gut gehen. Und so, wie ich Moritz kenne, wird er wieder zunehmen.