Im Kino
Leser bitte draussen bleiben

Echte Filmliebhaber schauen sich im Kino nur Originalfassungen an. Synchronisierte Filme überlassen sie dem sprachlich weniger begabten Popcorn-Pöbel.

Christoph Zehnder
Christoph Zehnder
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Hier geht es ganz ohne Worte: Brad Pitt und Angelina Jolie in «Mrs. und Ms. Smith».

Hier geht es ganz ohne Worte: Brad Pitt und Angelina Jolie in «Mrs. und Ms. Smith».

Keystone

Doch was ist eigentlich so schlimm daran, dem Geschehen auf der Leinwand in der Muttersprache folgen zu wollen? Klar, bei der Übersetzung gehen vielleicht einige Finessen verloren, so manches Wortspiel lässt sich gar nicht übersetzen. Aber gerade deswegen ist Filmsynchronisation eine Kunst für sich, die es zu würdigen gilt.

Kommt hinzu, dass ich mich an manche Synchronstimme schon zu sehr gewöhnt habe. Da mögen Kidman, Clooney und Co. ihren Text noch so einfühlsam vortragen, ihre «echten» Stimmen klingen für mich einfach nur falsch. Auch akustisch bietet die Synchronfassung nur Vorteile. Anstatt des originalen Gemurmels vom Filmset kommt man in den Genuss einer sauberen Studioaufnahme.

Und wenn schon die Originalversion im Kino, dann bitte wenigstens ohne Untertitel. Sonst wird der Filmabend zwangsläufig zum Lesezirkel. Oder versuchen Sie mal, während 90 Minuten den Text am unteren Rand der Leinwand zu ignorieren. Wer lesen will, soll sich ein Buch kaufen.