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Fünf Zimmer, Balkon, Bad - so wohnen Mutzeli, Max und Moritz

Hallo, hier sind wir wieder: Mutzeli, Max und Moritz mit ihrer Katzen-Homestory. Wollt Ihr einen Blick in unsere Fünf-Sterne-Wohnung werfen? Dann lest weiter.

Dagmar Heuberger
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Moritz geniesst die Aussicht vom Balkon

Moritz geniesst die Aussicht vom Balkon

Dagmar Heuberger

„Hach, ist das schön hier!“ Max liegt auf dem etwas vergammelten alten Katzenbaum auf dem Balkon und räkelt sich genüsslich in der Sonne.

"Ooh ja“, meldet sich Mutzeli vom anderen Ende des Balkons. Die kleine Graue springt aufs Geländer, scharrt ein wenig in einem Blumenkasten und legt sich in die Erde

„Die Chefin hat sogar einen dieser Töpfe nicht bepflanzt – extra für mich.“

„Macht sie doch jedes Jahr so“, erwidert Max. „Aber es stimmt schon: So gut wie wir drei hat es keine Katze der Welt. Oder etwa nicht, Moritz?“

„Jaja, aber stör mich jetzt nicht“, murrt der grosse getigerte Kater. Er hockt auf dem Balkonboden und verfolgt gebannt eine Biene, die er zuvor mit einem gezielten Pfotenschlag aus der Luft geangelt hat.

Mutzeli springt vom Geländer und gesellt sich zu Moritz. „Warte, ich helfe dir.“

„Okay, aber pass auf, diese Viecher sind fies. Die stechen.“

„Weiss ich doch. Wofür hältst du mich eigentlich?“ versetzt die Kleine frech.

Max beobachtet die beiden eine Weile. Dann blinzelt er, seine Augen verengen sich zu kleinen Schlitzen. Er ist im Dös- und Denkmodus.

Max und Moritz wärmen schon mal das Plätzchen für Mutzeli, der dritten im Bunde.
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Max und Mutzeli bei ihrer ausgedehnten Siesta.
Mutzeli
Max, Moritz und Mutzeli
Mutzeli und Moritz: Fressen auf dem Kochherd gestattet.

Max und Moritz wärmen schon mal das Plätzchen für Mutzeli, der dritten im Bunde.

AZ

«Wir haben es wirklich gut», sinniert er. «Klar, wir sind reine Wohnungskatzen – äh –katers. Wir können nicht ins Freie; keiner von uns hat je eine Maus oder einen Vogel gefangen. Bloss Insekten. Aber egal. Wir bekommen von der Chefin regelmässig unser Futter. Und in der Wohnung sind wir sicher, werden nicht von diesen lärmenden Ungetümen auf vier Rädern angefahren oder sogar getötet. Wir haben mehr als genug Platz. Fünf Zimmer für uns allein. Gut, manchmal müssen wir ein Zimmer mit der Chefin teilen. Aber das nehmen wir in Kauf. Sie finanziert schliesslich diese Luxus-Katzenwohnung. Beinahe unbeschränkten Schlaf- und Liegemöglichkeiten: zwei Betten zum Hineinkriechen; überall Bücherregale und ein Schrank zum Hinaufspringen; ein Badezimmer mit unseren Katzenklos beinahe exklusiv für uns; so viele Katzenbäume, dass man sie nicht an einer Pfote abzählen kann; ein riesiges Sofa, das wir uns am Abend allerdings manchmal mit der Chefin teilen müssen. Eine Küche mit Bar, ebenfalls zum Hinaufspringen. Mutzeli und Moritz dürfen sogar auf dem Kochherd fressen, weil die Chefin den nie braucht.»

Max und Moritz auf ihrem Balkon.

Max und Moritz auf ihrem Balkon.

AZ

Und weiter: «Dann natürlich dieser riesige Balkon und auf der hinteren Seite der Wohnung ein zweiter, der fast ebenso gross ist – unser „Morgensonne-Balkon“. Im Sommer ist das ein Paradies. Und weil wir weit oben wohnen, hat die Chefin die Balkons mit Netzen sichern lassen. Ob uns das stört? Nein, warum auch? Mutzeli klettert manchmal an den Netzen hoch. Allerdings schreit die Chefin die Kleine dann an und sagt, sie bekomme einen Herzinfarkt. Aber sonst dürfen wir machen, was wir wollen. Unsere Wohnung ist vollkommen katzenkompatibel. Das ist der Chefin wichtig. „Ein Zuhause ohne Katzen ist nur ein Haus“, sagt sie und dafür macht sie gerne Kompromisse.»

Max döst nicht mehr, er schläft tief. Und träumt. Von „seiner“ Wohnung.

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