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Bereit zum Take-Off: Ryanair fliegt an der Börse allen davon

Im Börsen-Blog «Money» porträtiert der Experte François Bloch jeden Tag eine schillernde oder eine schlingernde Aktie – heute mit der Billigflugairline Ryanair.

François Bloch
François Bloch
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Der irische Billigflieger Ryanair ist an der Börse nicht zu Bremsen: +34.93% in € seit dem Jahresanfang. Und die Erfolgsgeschichte ist noch nicht zu Ende, denn am 27. Juli 2015 kommt das nächste Quartalsergebnis.

Investment Beipackzettel:

Begrenztes Titelrisiko, weiterhin nur auf Steigflug eingestellt, starkes Management mit charismatischen Chef, welches auf der ganzen Linie überzeugt, Marktführer mit starker Orientierung gegenüber den Kunden, schwach tangiert von der aktuellen Schuldensituation in Europa, neue Zielmärkte wie der Nahen Osten, starke Geschäftsentwicklung in Westeuropa, Marktpotential bei weitem noch nicht voll ausgeschöpft - Der Titel ist auf der Kaufliste per sofort - Leader mit starker Stellung im Bereich von Mittelstrecken. Negativ: Abhängig vom Oelpreis – Monitor: 5 auf 5 auf der Kaufliste

Speziell der Oelpreis, welcher innert Jahresfrist um 76% gefallen ist, sorgt für eine mehr als starke Gewinnentwicklung. Laut meinen Schätzungen wird sich der Gewinn pro Aktie um 64% erhöhen, während der Umsatz nur um 22% zulegt.

Hintergrund sind die stark zunehmenden Zusatzeinnahmen, welche nun auch ihre Anwendung bei der Swiss im Kurz- und Mittelstreckenverkehr finden. Doch auch an der Börse wird der Weg der Iren mehr als begeistert aufgenommen: +307% innert fünf Jahre, während die Lufthansa in diesem Zeitraum auf nur 12% kommt.

Dank der sehr homogenen Flugflotte lassen sich enorme Skaleneffekte erzielen, welche die Rendite aufs Eigenkapital auf 23.8% erklimmen lassen. Und im verstärkten Masse wechseln nun auch Geschäftsleute auf Ryanair, seit auch vermehrt zentrale Airports angeflogen werden.

Auch in Basel ist nun Ryanair verstärkt anzutreffen. Fürs Jahr 2016 ist dort eine Offensive angedacht, um den Platzhirsch Easyjet (Marktanteil: 52%) leicht zu kitzeln. Das Geschäftsmodell stimmt und nun wird ab Oktober der Nahe Osten ins Visier genommen: Erste Destination ist der israelische Badeort Eilat.

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Verantwortung.

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