Kommentar
Es ist so eine Sache mit dem Mutigsein

Balz Bruder
Balz Bruder
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Sandra Ardizzone

Es scheint, der Frühling beflügle nicht nur die Natur, sondern auch den Mut derer, die nun seit bald einem Jahr mehr oder weniger von den Einschränkungen der Pandemie betroffen sind. Also uns alle. Vor allem aber das Gewerbe und die Gastronomie, die unter den fortwährenden Restriktionen leiden und allmählich die Perspektive verlieren.

Das ist verständlich. Denn der Bundesrat hat es versäumt, zum Zeitpunkt, da er sanfte Lockerungen in Aussicht stellte, die Indikationen zu benennen, die für weitere Schritte zur Anwendungen kommen sollen. Dies, wohlgemerkt unter Einhaltung von Impf- und Teststrategie, Contact-Tracing und Schutzkonzepten. Denn es gibt keinen Zweifel daran, dass diese unter keinen Umständen gelockert werden können. Zu gross sind die Unwägbarkeiten mit den mutierenden Viren.

Auch wenn es für die Politik schwierig ist, in diesem Umfeld «mutig» zu sein. Wir müssen eher früher als später einen Umgang mit der Pandemie finden, der nicht Woche für Woche mehr Gewerbe- und Gastronomiebetrieben den Garaus macht. Das ist der eine Punkt. Der andere: Wenn es eine Lehre aus dem ersten Coronajahr gibt, dann diese: Einen föderalistischen Flickenteppich kann sich dieses Land definitiv nicht leisten.

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