Gateway Limmatttal
Jetzt braucht es griffige Kontrollen

Das Gateway wird aus dem Zürcher Richtplan gestrichen. Stattdessen soll die neue regionale Güterumschlagsanlage eingetragen werden.

Bettina Hamilton-Irvine
Bettina Hamilton-Irvine
Merken
Drucken
Teilen
Die bestehende Ortsgüteranlage. Rue

Die bestehende Ortsgüteranlage. Rue

Sophie Rüesch

Genau zwei Jahre ist es nun her, seit SBB Cargo im April 2014 bekannt gab, das geplante nationale Containerumschlagterminal Gateway Limmattal nun doch nicht realisieren zu wollen. Gleichzeitig mit der frohen Nachricht – der Gateway war in der Region von Gemeinden sowie Parteien von links bis rechts vehement bekämpft worden – kam jedoch ein «Aber»: Stattdessen werde die bestehende Ortsgüteranlage ausgebaut, teilte SBB Cargo mit. Seither war man, vor allem in Dietikon, in Alarmbereitschaft. Denn was diese sogenannte «Sanierung und Ertüchtigung» der Anlage genau bedeutet, war nicht bekannt. Klar war bloss: Es würden dort zwar weniger Container umgeschlagen als auf einem nationalen Terminal, jedoch auch deutlich mehr als bisher. Und: Mit dem Projekt Gateway fiel auch die Bedingung weg, dass höchstens 20 Prozent der Güter auf der Strasse weitertransportiert werden dürfen.

Gestern kam nun die nächste Nachricht, die – wie schon vor zwei Jahren – wiederum gemischte Gefühle auslöste: Die Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (Kevu) beantragt dem Kantonsrat einstimmig, den Gateway aus dem Richtplan zu streichen. Das ist hocherfreulich für das bereits zur Genüge von Lärm und Verkehr geplagte Limmattal. Stattdessen soll die neue regionale Güterumschlagsanlage eingetragen werden. Sie sorgt dafür, dass das Ende des Gateways für die Region noch immer nicht zu einem Happy End wird. Zwar gelten für die ausgebaute Anlage diverse Auflagen: beispielsweise eine maximale Fahrdistanz für die Lastwagen von 40 Kilometern – statt des vorgesehenen Radius von 40 Kilometern. Das ist eine kleine Verbesserung. Besser wäre aber ein Radius von 20 Kilometern gewesen, wie es die Stadt Dietikon forderte. Zudem muss der Regierungsrat nun zwingend ein Kontrollsystem einführen, anhand dessen sichergestellt werden kann, dass Auflagen wie die Fahrdistanz eingehalten werden. Sonst bleiben diese nichts als eine nette Absichtserklärung.