Kommentar
Impfen im Aargau nur mit Widersprüchen

Die kurzfristige Perspektive für die Impfungen im Kanton Aargau ist getrübt. Längerfristig sieht es allerdings besser aus – wenn auch diese Phase nicht ohne Widersprüche verlaufen wird.

Fabian Hägler
Fabian Hägler
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Die Altersgrenze für die Impfung sinkt im Aargau von 75 auf 65 Jahre. (Symbolbild)

Die Altersgrenze für die Impfung sinkt im Aargau von 75 auf 65 Jahre. (Symbolbild)

AP

Die Impfkampagne laufe gut, im Mai würden viele Dosen geliefert, sagte Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati vor zwei Wochen. Damals waren Bundesrat Alain Berset und BAG-Direktorin Anne Lévy zu Besuch – von beiden gab es zuletzt positive Nachrichten.

Das BAG teilte mit, noch im März werde mehr Impfstoff in die Schweiz geliefert. Berset twitterte, der Bund habe weitere drei Millionen Dosen von Pfizer Biontech gekauft. Gallati sandte gemischte Signale aus: Schon am Dienstag warnte er vor zu grossen Erwartungen und sagte, die Mai-Lieferung von Impfdosen in den Aargau werde viel kleiner ausfallen als erwartet. Doch der Aargau habe bisher noch nie einen Impftermin verschieben müssen, weil man die Zweitimpfung immer vorrätig halte.

Zwei Tage danach gab es schlechte Neuigkeiten von Gallatis Departement: Erstmals müssen Impftermine verschoben werden, drei Impfzentren werden ab nächster Woche vorübergehend geschlossen, die Anzahl der mobilen Impfteams wird reduziert. Die kurzfristige Perspektive für die Impfungen im Aargau ist getrübt.

Längerfristig sieht es besser aus: Die Altersgrenze für die Impfung sinkt von 75 auf 65 Jahre, nach Ostern sind weitere Angestellte im Gesundheitswesen an der Reihe, ab Mai sollen die Hausärzte impfen können. Auch diese Phasen dürften nicht ohne Widersprüche verlaufen. Alles hängt am Impfstoff – und weder der Bund, noch der Kanton kann die Dosen selber liefern.

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