Zürich
Wollishofen: Der Bahnhofsschuppen muss weg – er wird nach Bauma gezügelt

Alter Güterschuppen beim Bahnhof Zürich Wollishofen soll nach Bauma gezügelt werden, um Platz zu schaffen für eine neue Überbauung, die unter anderem 90 Wohnungen umfasst.

SDA
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So soll es am Bahnhof Wollishofen künftig aussehen.
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Die Überbauung beinhaltet 90 Wohnungen.
Auch Freiräume und Grün sind eingeplant ...
... im zur Überbauung gehörenden Park.

So soll es am Bahnhof Wollishofen künftig aussehen.

zvg/SBB

Der Güterschuppen beim Bahnhof Zürich Wollishofen wird nach Bauma im Tösstal gezügelt. Grund dafür ist die neue Überbauung, welche die SBB in Wollishofen planen. In dieser hat es zwar Platz für das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude, nicht aber für den historischen Schuppen.

Der Güterschuppen stammt aus dem Jahr 1928 und ist ein Zeitzeuge der frühen Elektrifizierung der Eisenbahn. Das Gebäude ist ein kantonales Schutzobjekt und darf deshalb nicht einfach abgerissen werden.

Um Platz für die Neugestaltung des Bahnhofareals Wollishofen zu schaffen, wird der Güterschuppen nun rückgebaut, beim Bahnhof Bauma wieder aufgebaut und dem Dampfbahnverein Zürcher Oberland übergeben.

In seiner neuen Heimat wird der Schuppen dann für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wie die SBB am Montag mitteilten. Als Teil des Projekts «Depotareal Bauma 2020» wird in dem Gebäude künftig Schweizer Bahnkulturerbe ausgestellt.

Weniger Freude an der geplanten Verschiebungsaktion haben wohl die aktuellen Nutzer des Gebäudes: Seit Jahren dient der historische Schuppen als Musik- und Vereinslokal für die Motorradszene. Für sie ist nun Schluss.

Mit der geplanten Überbauung «Wellenlänge» bauen die SBB rund 90 Wohnungen, einen Drittel davon preisgünstig. Für Gastronomie und Verkauf sind 550 Quadratmeter Fläche vorgesehen. Im Untergrund soll es eine Tiefgarage mit 70 Plätzen geben.

Der Bahnhofplatz soll umgestaltet und der Zugang zur Personenunterführung und zu den Perrons verbessert werden. Die Verbindung zum See soll erleichtert werden. Die SBB planen, das Projekt «Wellenlänge» ab 2025 zu realisieren.