Zürich
Mehr Mobilität und Austausch: Kanton lanciert Welschlandaufenthalte für Zürcher Lehrlinge

Die im September beschlossene Absichtserklärung der Kantone Zürich und Waadt zielte darauf ab, Austauschaktivitäten während der Schulzeit zu verstärken. Nun wird diese Kooperation in die Tat umgesetzt.

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Die Wirtschaftsschule KV Zürich hat bereits mehrmonatige Sprachaufenthalte in der Westschweiz eingeführt. (Archivbild)

Die Wirtschaftsschule KV Zürich hat bereits mehrmonatige Sprachaufenthalte in der Westschweiz eingeführt. (Archivbild)

Larissa Gassmann

Zürich und Waadt haben heute eine interkantonale Kooperationserklärung in Nyon unterzeichnet, um bessere Rahmenbedingungen für Sprachaufenthalte während der Lehre zu schaffen. Sprache soll dadurch künftig im direkten Umfeld erlernt werden. Berufsfachschulen und Lehrbetriebe sollen in diesem Zuge ihre Mobilitätsangebote stärker gemeinsam koordinieren. Ebenso wird die enge Zusammenarbeit mit Movetia, der nationalen Agentur zur Förderung von Austausch und Mobilität im Bildungssystem, eine wichtige Rolle spielen.

Bereits im September unterschrieben die beiden Kantone eine Absichtserklärung und setzten damit ein Zeichen für die gelebte kulturelle Vielfalt der Schweiz. Seitdem erarbeitet eine interkantonale Arbeitsgruppe die konkreten Projekte und hilft den Schulen bei der Umsetzung.

Arbeitsmarktattraktivität soll weiter gestärkt werden

Sprachaufenthalte werden heutzutage im Lebenslauf beliebter. Die Arbeitsmarktattraktivität der Absolventinnen und Absolventen kann gesteigert und somit die spätere berufliche Laufbahn gefördert werden. Mit der neuen Kooperation werden jene Sprachaufenthalte und Praktika unterstützt. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich sowie die Direction générale de l’enseignement postobligatorie du Canton de Vaud werden künftig dafür zuständig sein.

Mehrere Pilotprojekte wurden in der Vergangenheit bereits erfolgreich umgesetzt. So lancierten auch die kaufmännischen Berufsfachschulen Wirtschaftsschule KV Zürich und École Professionnelle Commerciale de Nyon das Programm «ImmerNyon», welches mehrmonatige Aufenthalte ermöglicht.

Mit diesem Schritt in Richtung verstärkte Austauschaktivitäten wird auch die «Schweizerische Strategie Austausch und Mobilität» der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung weitergeführt. (ld.)

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