Zürich

Verurteilt: Sie schossen mit der Softair-Waffe auf Tram und Container

Der Brasilianer und der Kosovare nahmen unter anderem ein Tram ins Visier. (Symbolbild)

Der Brasilianer und der Kosovare nahmen unter anderem ein Tram ins Visier. (Symbolbild)

Für die zwei jungen Aargauer, die mit einer Druckluftwaffe durch die Zürcher Innenstadt zogen, setzt es bedingte Geldstrafen ab.

Viel überlegt haben sich die beiden Männer aus dem Aargau kaum. Jetzt werden sie für ihre Dummheit noch juristisch belangt. Am 13. April fuhren die beiden in einem Mercedes in die Zürcher Innenstadt. Im Gepäck: eine Softair- oder Druckluftwaffe, die kaum von einer echten Waffe zu unterscheiden ist. Der Fahrer, ein 22-jähriger Kosovare, hatte die Waffe 2017 ohne Bewilligung aus Deutschland eingeführt.

Zuerst fielen die Männer auf, als der Begleiter, ein 21-jähriger Brasilianer, in der Nähe der Bahnhofstrasse auf einen Container schoss. Kurz darauf zielte er vom Beifahrersitz auf ein leeres Trottoir und schoss, in der Wahrnehmung von Passanten, erneut mehrere Male.

Wenige Minuten später tauchte der Mercedes an der Haltestelle Sihlquai/Hauptbahnhof auf. Diesmal war es der Kosovare, der Richtung Tram zielte und abdrückte. Da es sich bei der Waffe um ein Imitat handelte, kam zwar niemand zu Schaden. Doch einige Passagiere meinten, dass auf sie geschossen werde.

Die Stadtpolizei verhaftete sie an der Kasernenstrasse

Kurze Zeit später machte die Stadtpolizei dem Spuk ein Ende und verhaftete die beiden an der Kasernenstrasse. Der Fall landete bei der Staatsanwaltschaft. Diese hat die beiden Aargauer jetzt verurteilt.

Für beide setzt es eine bedingte Geldstrafe ab

Wegen Schreckung der Bevölkerung und Vergehen gegen das Waffengesetz setzte es für den Kosovaren eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 110 Franken ab. Die Strafe ist für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss der 22-Jährige eine Busse in der Höhe von 1200 Franken zahlen.

Der Brasilianer wird zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 30 Franken verurteilt. Bei ihm setzte die Staatsanwaltschaft die Probezeit gar auf vier Jahre an.

Ein Blick auf die Strafregister zeigt warum. Offenbar haben beide noch während laufender Probezeit delinquiert. Bei einer früheren bedingten Geldstrafe des Kosovaren wird die Probezeit um ein Jahr verlängert. Der Brasilianer weist gar zwei relevante Vorstrafen auf. In seinem Fall wird eine bedingte Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 50 Franken widerrufen. Das heisst, er muss das Geld nun bezahlen. Bei einer zweiten Vorstrafe wird die Probezeit von zwei auf drei Jahre verlängert.

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