Taxistreik
Taxi-Chauffeure wollen für beschränkte Taxi-Konzessionen streiken

Die neue Taxiverordnung habe die Situation der Stadtzürcher Taxi-Chauffeure noch mehr verschlechtert als sie ohnehin schon gewesen sei. Deshalb kündigt die Taxisektion Zürich einen 24-Stunden Streik am 14. Mai um 12:00 Uhr an.

Patrick Schlumpf
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Warteschlangen vor dem Hauptbahnhof in Zürich

Warteschlangen vor dem Hauptbahnhof in Zürich

Keystone

Lange Wartezeiten wegen zu vielen Taxis und die Konkurrenz vom Land stellen für die Taxisektion Zürich nicht vertretbare Bedingungen dar. Es sei unmöglich einen vernünftigen Stundenlohn zu erhalten, wenn man vor dem Hauptbahnhof Zürich Wartezeiten von 90 Minuten habe, sagt Dolores Zanini, Vizepräsidentin der Taxisektion Zürich und Mitinitiantin des bevorstehenden Taxistreiks gegenüber «20 Minuten». Zudem gäbe es zu wenig Standorte, sodass die Chauffeure für einen Platz lange einfach nur in der Stadt herum fahren müssten, was unökologisch sei und den Verkehr unnötig behindere.

Im Aufruf zum Warnstreik vom kommenden Dienstag beschwert sich die Taxisektion vor allem über die Situation mit der Konkurrenz der Landtaxis. Seit der neuen Taxiverordnung, welche Anfang Jahr in Kraft gesetzt wurde, sei ein erheblicher Nachteil für die Stadtzürcher Chauffeure entstanden. Seit 2013 dürfen die Taxis, welche einen Kunden nach Zürich transportieren, auch wieder einen Fahrgast von Zürich bis ausserhalb der Stadtgrenze mitnehmen.

Diese Zustände seien nicht weiter tragbar. Es ist sogar von Wilderei die Rede, die jeden Tag schlimmer wird. Die Landtaxifahrer hätten zudem keine Stadtkundenprüfung und müssten auch nicht die Bewilligungsgebühr von 864.- Franken bezahlen.

Mit dem 24-Stunden Streik will die Taxisektion ihre Forderungen nach einer Beschränkung der Taxi-Konzessionen unterstreichen.

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