Altstetten
Siemens-Areal: Beim Bau schon an den Rückbau denken

Im Kreis 9 sollen künftig Dienstleistungs-, produzierendes und kreatives Gewerbe zusammenarbeiten

Lina Giusto
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Das Siemens-Areal

Das Siemens-Areal

ZVG

Auf dem Siemens-Areal soll ein neues, innovatives Gebäude für Dienstleister und produzierendes Gewerbe entstehen. Das Baugesuch wurde von der Swiss Prime Site AG Ende Oktober bei der Stadt Zürich eingereicht.

Auf dem 20 000 Quadratmeter grossen Grundstück im Kreis 9 soll ein Gebäude entstehen, das Büros und Produktionsgewerbe beheimatet. Dabei fasst die Swiss Prime Site AG unterschiedliche Nutzungen ins Auge, wie sie in ihrem Halbjahresbericht schreibt. Die Zielgruppe reicht von Startups über das Kreativgewerbe bis hin zu Handwerk und produzierendem Gewerbe. Für den Bau rechnet der Immobilienbetreiber mit Investitionen von rund 90 Millionen Franken.

Neue Bauprozesse anwenden

Die gesamte Projektabwicklung erfolgt nach neuen Planungs- und Bauprozessen – der sogenannten Lean Construction. Dabei handelt es sich nach Angaben der Swiss Prime Site um ein Novum in der Schweiz. Lean Construction ist die Adaption von «Lean Prinzipien» im Bauwesen. Dabei geht es darum, jede Art von Verschwendung zu vermeiden.

Der ganzheitliche Entwicklungsprozess bezieht den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks – von der Planung über den Bau bis zur Nutzung und dem Rückbau des Gebäudes – mit ein. Mit dieser Bauart versucht man, die Bauherrenbedürfnisse besser abzudecken, den Endkundenwert zu maximieren und dabei die Verschwendung von Ressourcen so tief wie nur möglich zu halten. Die Optimierungen beziehen sich dabei immer auf das gesamte Bauprojekt und nicht auf einzelne Teilbereiche.

Mladen Tomic, Sprecher der Swiss Prime Site AG, sagt auf Anfrage: «Diese Projektabwicklung besteht aus einem offenen Austausch von Informationen und der kooperativen Zusammenarbeit zum Wohle des Projektes.» Die Kooperation derweil bezieht sich auf ein integriertes Team aus Bauherr, Planer und Ersteller, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.

Der Baubeginn soll planmässig Mitte des nächsten Jahres sein. Die Fertigstellung ist derzeit auf das Jahr 2019 angesetzt.

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