Zürich
Prometheus entfesselt die Zürcher Festspiele

Mit Werken von Webern, Berg und Schönberg in der Tonhalle und dem Gastspiel "Liliom" im Schauspielhaus eröffnen am Freitag, 13. Juni, die diesjährigen Zürcher Festspiele.

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Die diesjährigen Festspiele beschäftigen sich mit dem Mythos um Prometheus.

Die diesjährigen Festspiele beschäftigen sich mit dem Mythos um Prometheus.

Festspiele Zürich

Die Festspiele stehen unter dem Motto "Prometheus - Entfesselung der Kräfte" und dauern bis zum 13. Juli.

Einen Schwerpunkt der Festspiele bildet Luigi Nonos selten aufgeführte Komposition "Prometeo - Tragedia dell'ascolto". Das Werk des italienischen Komponisten, das am 2. Juli in der Tonhalle zur Aufführung gelangt, entstand 1985. Es ist, so die Festspiele, "ein kompromissloser Versuch, in der Musik die grossen Themen der Menschheit zum Klingen zu bringen".
Dem Prometheus-Mythos widmen sich die Festspiele mit zahlreichen Konzerten, mit Schauspiel, Tanz und Oper, mit Ausstellungen und Diskussionsveranstaltungen. Gemäss dem Mythos stahl Prometheus den Göttern das Feuer und brachte es den Menschen. Dadurch entfesselte er die Kräfte der Menschen und sie schufen Kultur und Technik. Fluch und Segen lagen dabei stets eng beieinander.

Premieren am Schauspielhaus und im Opernhaus

Höhepunkt im Schauspielhaus ist Franz Molnars Stück "Liliom" (1909). Die Inszenierung der Schauspielhaus-Intendantin Barbara Frey ist eine Kooperation mit dem Burgtheater Wien. Aufführungen des Theaters HORA und Monster Truck, von Rimini Protokoll und von Robert Hunger-Bühler runden das Programm am Schauspielhaus ab.
Als Festspiel-Premiere präsentiert das Opernhaus am 22. Juni Giacomo Puccinis "La fanciulla del West". Programmiert sind weitere Opern von Monteverdi, Verdi, Donizetti und Bizet.
Der 2013 von Shigeru Ban erbaute Sommerpavillon des Museums Rietberg ist auch dieses Jahr wieder Schauplatz für zahlreiche Veranstaltungen. Den Auftakt macht am 14. Juni eine Slam Poetry Show mit dem Titel „Prometheus total".

Fritz Senn erhält Festspielpreis

Der mit 50'000 Franken dotierte Zürcher Festspielpreis 2014 geht an Fritz Senn. Mit dem Leiter der Zürcher James Joyce Stiftung wird erstmals ein Vertreter aus dem Bereich Literatur ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 24. Juni im Theater Rigiblick statt. (sda)

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