Theater Kanton Zürich
Gogol, Schiller und ein Stück zu Cybermobbing: Fünf Neuproduktionen in neuer Spielzeit

Das Theater Kanton Zürich (TZ) zeigt in der nächsten Spielzeit fünf Neuproduktionen: Ein Politthriller von Schiller, eine Verwechslungskomödie von Gogol, ein Ehedrama von Lukas Bärfuss sowie ein brandaktuelles Stück zum Thema Cybermobbing und eine Gotthelf-Novelle als Freilichtstück.

Drucken
Teilen
Bühne frei für die neue Saison des Theaters Kanton Zürich. (Symbolbild)

Bühne frei für die neue Saison des Theaters Kanton Zürich. (Symbolbild)

Keystone

Eröffnet wird die Spielzeit am 22. Oktober mit Friedrich Schillers dramatischem Gedicht "Don Carlos", wie das TZ am Freitag mitteilte. Rüdiger Burbach inszeniert die Geschichte um den spanischen König Philipp und dessen Konflikt mit seinem Sohn Carlos mit dem gesamten Ensemble und einigen Gästen.

Nikolaj Gogols 1835 entstandenes Werk "Der Revisor" über eine von Korruption und Misswirtschaft geprägten Gemeinde in der russischen Provinz hat Mitte Dezember Premiere. Regie führt Komödienspezialist Felix Prader, wie es in der Mitteilung heisst.

Im Februar 2017 folgt als Koproduktion mit dem Theater Winterthur die Inszenierung des Lukas-Bärfuss-Stücks "Malaga". Es handelt sich um einen Theatertext, der sich laut TZ "beinahe unmerklich von der luftigen Komödie zur tiefschwarzen Tragödie wandelt". Regie führt mit Kay Neumann "ein Experte beim Ausloten von schwierigen Familienkonstellationen", wie er mit "Buddenbrooks" gezeigt habe.

Aus dem Drehbuch des deutschen TV-Spielfilms "Homevideo" über Cybermobbing hat Can Fischer eine Theaterfassung geschrieben. Rüdiger Burbach bringt "Homevideo" nun als Schweizer Erstaufführung auf die Bühne, Premiere ist am 23. März. Es ist die erste Zusammenarbeit des Theaters Kanton Zürich mit der Zürcher Hochschule der Künste. Die Jugendlichen im Stück werden von Studentinnen und Studenten der Schauspielschule gespielt.

Zum Saisonfinale wird dann Jeremias Gotthelfs "Die schwarze Spinne" für die Freilicht-Bühne einstudiert. Engagiert wurde dafür der ehemalige Basler Schauspieldirektor Elias Perrig, der erstmals am TZ arbeitet.

Im Repertoire des TZ bleiben in der nächsten Saison acht Produktionen: "Falling in Love", "Der Schauspieldirektor", "Der Sprachabschneider", "Endstation Sehnsucht", "Der Goalie bin ig", "Max Frisch: HOMO FABER", "Dinner für Spinner" sowie die Freilichtproduktion "Tartuffe".

Aktuelle Nachrichten