Durchmesserlinie
Fahrplanwechsel bringt grosse Veränderungen in Zürich

Es wird die grösste Umstellung seit der Lancierung des Projekts «Bahn 2000»: Nach der vollen Inbetriebnahme der Durchmesserlinie in Zürich werden im Dezember neue Fahrzeiten, neue Angebote und neue Linienführungen eingeführt.

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Am 13. Dezember ist es so weit: Der Fahrplanwechsel mit den grössten Umwälzungen seit 1987 steht an.

Am 13. Dezember ist es so weit: Der Fahrplanwechsel mit den grössten Umwälzungen seit 1987 steht an.

Keystone

Der Fahrplanwechsel am 13. Dezember bringt in der Region Zürich die grössten Umwälzungen seit Einführung von "Bahn 2000". Grund dafür sind die volle Inbetriebnahme der Durchmesserlinie (DML) in Zürich und der Beginn der Bauarbeiten im Raum Lausanne im Rahmen des Ausbauprojektes "Leman 2030"

"Nach dem Fahrplanwechsel würde ich niemandem anraten, sich in der Region Zürich unbesehen in den gewohnten Zug zu setzen", sagte SBB-Sprecherin Lea Meyer am Montag am Rande einer Medienkonferenz. Fast alles werde sich ändern: "Es gibt neue Fahrzeiten, neue Angebote und neue Linienführungen im S-Bahn-Netz."

"In Zürich schlägt das Herz der SBB", erklärte Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur und Mitglied der Geschäftsleitung. Hier beginne die "Taktfahrplanspinne" und jede Veränderung habe Auswirkungen auf den gesamten Ost-West-Verkehr.

Die Bedeutung zeigt sich auch im Spiegel der Zahlen: Täglich fahren im HB Zürich 1760 S-Bahnen und 920 Fernverkehrszüge ein und aus. Und täglich steigen 360'000 Personen in oder aus den Zügen. Dazu kommen 168'000 Transitpassagiere.

Das "meistbefahrene Schienennetz der Welt" stellt die SBB aber auch beim Unterhalt der Bahnanlagen vor spezielle Probleme, wie Gauderon betonte. Jährlich müssen rund 800 Kilometer Gleis, 2500 Kilometer Fahrleitung und rund 150 Weichen unterhalten oder erneuert werden. Der Unterhalt kostet die SBB jährlich rund 400 Millionen Franken.

Insgesamt beschäftigt die SBB im Kanton Zürich 5500 Mitarbeitende. Davon sind rund 2000 im Unterhalt tätig. Zudem werden pro Jahr 350 Mitarbeitende neu rekrutiert.

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