Kunstbiennale

Ein See-Pavillon als zentrale Plattform der Manifesta 11 in Zürich

Die Plattform wird an der Manifesta 11 im Zürichsee schwimmen.

Die Plattform wird an der Manifesta 11 im Zürichsee schwimmen.

Ein Pavillon im See wird zentraler Treffpunkt der Manifesta 11 in Zürich. Der «Pavillon of Reflections» ist als Informationsplattform, Badeanstalt und Openair-Kino geplant. Gebaut wird er von 30 Architekturstudierenden der ETH Zürich.

Die europäische Kunstbiennale findet vom 11. Juni bis 18. September 2016 statt.

Die Studentinnen und Studenten entwerfen und realisieren die schwimmende Insel, die zum temporären Wahrzeichen werden soll, in einem kollektiven Prozess unter Leitung des ETH Studio Tom Emerson, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten.

Der Pavillon in der Nähe des Bellevue soll Platz bieten für 200 bis 400 Personen. Gedacht ist er als Raum für Dialoge und Reflexion der für die Biennale entstandenen Kunstwerke. Zugleich soll er Treffpunkt der Akteure und Besucher sein.

Konzipiert ist der Pavillon laut Manifesta-Kurator Christian Jankowski als schwimmende, multifunktionale Plattform mit riesigem LED-Screen, Zuschauertribüne, Bad und Bar.

Gezeigt werden Filme, die die Entstehung der Kunstwerke dokumentieren oder Ausstellungseröffnungen an diversen Manifesta-Ausstellungsorten ausserhalb von Museen, beispielsweise in einer Bäckerei, einer Polizeistation oder einer Kläranlage. Die Beiträge werden von Zürcher Schülerinnen und Schülern moderiert, die die Manifesta als "Kunstdetektive" begleiten, wie es in der Mitteilung heisst.

Multifunkionales Wahrzeichen

Parallel zu Filmen und Begleitprogramm läuft tagsüber der Badebetrieb. Abends wird aus dem Sonnendeck eine Erweiterung der Zuschauerränge. Der Pool in der Mitte des Pavillons dient als Erweiterung des LED-Screens.

Gebaut wird der "Pavillon of Reflections" komplett aus Holz. Ab Januar 2016 soll er in einer Halle bei Zürich vorfabriziert und dann im Frühjahr auf dem See zusammengebaut werden.

Grösste Herausforderung für die Studierenden ist es, den gemeinsamen Entwurf auch umzusetzen. Für viele ist es die erste Möglichkeit, ein eigenes Projekt zu realisieren, wie es in der Mitteilung heisst.

Das ETH Studio Tom Emerson repräsentiert einen Lehrstuhl für Forschung und Lehre des Departements Architektur. Professor Tom Emerson hat bereits Erfahrung mit dieser Arbeitsweise. Allerdings übersteige der "Pavillon of Reflections" in seiner Grösse und Komplexität den Umfang der bisherigen Projekte.

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