Coronavirus

Corona-Fälle im Sex-Milieu: Wie kümmert sich die Regierung darum?

Vertreter der GLP, EVP und Grünen zweifeln, ob Contact Tracing im Sex-Milieu funktioniert. (Symbolbild)

Vertreter der GLP, EVP und Grünen zweifeln, ob Contact Tracing im Sex-Milieu funktioniert. (Symbolbild)

Ein positiver Corona-Fall in einer Kontakt-Bar an der Langstrasse führte dazu, dass sich im September 50 Frauen in Quarantäne begeben mussten. Nun wird diskutiert, wie man solchen Fällen vorbeugen kann.

Nach dem Corona-Ausbruch im Zürcher Sex-Milieu muss sich nun der Regierungsrat mit dem Thema befassen. GLP, EVP und Grüne wollen unter anderem wissen, ob das Contact Tracing an einem solchen Ort überhaupt funktioniert.

Das Contact Tracing gilt auch in Bordellen: Freier müssen ihren Namen und ihre Kontaktdaten angeben, bevor sie sich einer Frau nähern dürfen. GLP, EVP und Grüne fragen sich in einer dringlichen Interpellation allerdings, ob das tatsächlich funktioniert. Schliesslich bleiben wohl viele Kunden lieber anonym.

In ihrer dringlichen Interpellation wollen die Parteien deshalb vom Regierungsrat wissen, ob im Sex-Milieu nicht besser ein System wie in den Clubs angewendet werden sollte, wo seit einigen Superspreader-Events eine Ausweispflicht herrscht. Echte Kontaktdaten würden auch die Partnerinnen und Ehefrauen, die mit dem Mann zusammenleben, besser vor einer Ansteckung schützen.

50 Frauen in Quarantäne

Nach einem positiven Corona-Fall in einer Kontakt-Bar an der Langstrasse mussten sich Anfang September 50 Frauen in Quarantäne begeben. Die Frauen lebten im Haus oberhalb der «Lugano Bar», auf engstem Raum.

Als Beamte der Stadtpolizei Zürich das positive Testresultat überbringen wollten, weil die Infizierte per Telefon nicht erreicht werden konnte, kam es zu einem Tumult.

Die Frauen waren verunsichert, was die Infektion ihrer Mitbewohnerin für sie bedeutet und bedrängten die Polizisten. Dabei verrutschten deren Gesichtsmasken, weshalb zwei von ihnen nach dem Einsatz ebenfalls in Quarantäne mussten.
 

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